Haus am See: Lösung für die Liegewiese

Veränderungen am Seeshaupter Badeplatz: ein Gemüt erhitzt, das Rathaus gelassen

Seeshaupt - Gerne besuchte Hartmut Kärn den gemeindeeigenen Badeplatz, das ehemalige Lido, mittlerweile erwecken jedoch einige Veränderungen seinen Unmut. Beschwerde hat er bei der Gemeinde eingereicht. Dort wirft man einen anderen Blick auf das Lido, das seit zwei Jahren „Haus am See“ heißt.

Liegewiese, Wasser, Umfeld: Das Lido ist in den Augen Hartmut Kärn nicht wiederzuerkennen. Ankreiden lassen sich laut dem Badegast einige Punkte. Da wäre das Areal, das verkleinert worden ist, „um circa 30 Prozent“, schätzt Kärn. Das fehlende Drittel, das wird nun von den Gästen des ansässigen Hotels in Anspruch genommen, eine hölzerne Begrenzung dient als Schranke. „Die Liegewiese steht im Erb­baurecht dem Hotelier zu“, erklärt Dirk Grusdas vom Bauamt in Seeshaupt. Dennoch möchte man ab nächster Saison eine Liegewiesenlösung finden, „die allen Beteiligten gerecht wird“, so Grusdas.

Doch Kärn weiß noch mehr zu beklagen: In den vergangenen Wochen zeigte sich der Sommer von seiner besten Seite, der Badeplatz war stark frequentiert. Doch an sanitären Anlagen mangelt es: „Früher gab es einen Zugang zu den Restauranttoi­letten von außen. Diesen gibt es nicht mehr“, klagt Badegast Kärn. Doch der Mann von der Gemeinde beschwichtigt: „Die Nutzung der Restauranttoilletten steht vereinbarungsgemäß den Besuchern des Badeplatzes zu den Öffnungszeiten offen.“

Misstrauisch zeigt sich Kärn angesichts der hohen Besucherzahlen gegenüber der Beschaffenheit des kühlen Nass. „Wer kontrolliert dort die Wasserqualität?“, wirft er in den Raum. Grusdas greift die Frage auf: „Die Gewässerqualität wird vom zuständigen Gesundheitsamt regelmäßig untersucht.“ Die letzte Untersuchung Anfang August hat „keine bakteriologischen Grenzwertüberschreitungen festgestellt“, so Grusdas. Die Wasserqualität sei laut aktueller EU-Bewertung ausgezeichnet.

Und schließlich ist Kärn auch über die Parksituation verärgert. In Anbetracht irritierender Schilder fragt er: „Wo dürfen Badegäste ungestraft parken?“ Vor dem Abriss des alten Hotels haben die Badegäste „dem Restaurantpächter ein Entgelt zum Parken entrichtet“, erklärt Grusdas. „Durch die zwischenzeitliche Brache und nach dem Abriss des Hotels“ sei eine Zeit lang eine „komfortable“ Parksituation für die Badenden entstanden, so der Mann vom Bauamt. Nun sei schlichtweg ergreifend der ursprüngliche Zustand zurückgekehrt. ra

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