In kürzester Zeit alle Fahrzeuge voll besetzt

Verdiente Auszeichnung: Kommandant Anton Bauer (links) mit Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta (2. von rechts), Kreisbrandmeister Peter Abt (4. von rechts) und den geehrten Kameraden.

Insgesamt 66 Mal rückte die Seeshaupter Feuerwehr im vergangenen Jahr aus, da- bei stechen zwei Großereignisse aus der Statistik hervor: der Brand des Sägewerks Brüderle und das Hochwasser der Ach. Wie Kommandant Anton Bauer bei der Jahreshauptversammlung aufführte, waren die 52 aktiven Mitglieder 1.247 Stunden im Einsatz. Dazu kamen 1.202 Stunden, die für Übungen und Schulungen aufgewendet, 411 Stunden für Aus- und Fortbildung sowie weitere 751 Stunden für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.

Natürlich stand aber der verheerende Sägewerksbrand vom 10. März im Mittelpunkt des Berichts von Kommandant Bauer. Trotz des massiven Einsatzes zusätzlich alarmierter Feuerwehren aus der ganzen Umgebung konnte nicht ver- hindert werden, dass das Sägewerk bis auf die Grundmauern niederbrannte und durch die Hitze auch der etwa 15 Meter entfernte Stall für die Krippe am Weihnachtsmarkt in Flammen aufging. Das Nachbargebäude konnte jedoch gehalten werden. Der Brand sowie aufwändige Nachlöscharbeiten und die Brandwache bis in den folgenden Morgen beschäftigten insgesamt 138 Einsatzkräfte. „Ihr habt den Einsatz gut bewältigt“ lobte Kreisbrandinspektor Rüdiger Sobotta die Seeshaupter. Und Bürgermeister Michael Bernwieser strich die Leistung heraus, dass an einem Werktag in kürzester Zeit sämtliche Fahrzeuge voll besetzt werden konnten und die Wehr einsatzfähig war. „Seeshaupt kann stolz sein auf seine Feuerwehr“, sagte Bernwieser. Ihr Leistungsvermögen bewies die Wehr auch beim zweiten Großereignis, dem Hochwasser der Ach am 6. August. „Teilweise waren bis zu 45 Dienstleistende beschäftigt“, sagte Bauer. Der Einsatz dauerte acht Stunden, dabei wurden circa 80 Tonnen Kies und 1.400 Sandsäcke verbaut wurden. Hagel und starker Regen hatten es aber bereits im Juli erforderlich gemacht, Keller und Tiefgaragen abzusichern und leer zu pumpen. Die Floriansjünger beseitigten bei ihren Einsätzen darüber hinaus zahlreiche Ölspuren und umgestürzte Bäume, sicherten den Verkehr bei Veranstaltungen oder leisteten technische Hilfe bei Unfällen. Auch der Nachwuchs zeigte sich einsatzwillig. „Zusätzlich zum aktiven Feuerwehr- dienst nahmen die sechs Jungs an 14 Jugendübungen teil“, wie Jugendwart Christoph Höck berichtete. Und die drei Fahrzeuge der Seeshaupter Wehr legten im vergangenen Jahr bei 107 Fahrten rund 4.200 Kilometer zurück. Über den Dienst hinaus nimmt die Feuerwehr auch am gesellschaftlichen Leben im Ort teil. Als Vorsitzender des Feuerwehrvereins be- richtete Robert Höck von der Beteiligung an Dorfmeisterschaften so- wie der Präsenz mit Fahnenabordnung bei Fronleichnam, Beerdigungen, Volkstrauertag und Fah- nenweihe. Außerdem war die Feuerwehr bei der Veranstaltung „Wir geben Halt“ dabei, einer Initiative zur Suchtvorbeugung und gegen Alkoholmissbrauch. Weil der bisherige Kassenwart Oliver Ronalder nicht mehr am Ort wohnt, wurde Herbert Habich zu seinem Nachfolger gewählt. Im Rahmen der Versammlung dankte Kommandant Bauer ferner zahlreichen Aktiven für ihren Einsatz. Für zehnjährige Dienstzeit wurden Michael Strein, Andreas Höck, Martin Hess und Christoph Habich geehrt. Der Kommandant selbst und sein Stellvertreter Stefan Hieber erhielten die Auszeichnung für 20 Jahre im aktiven Dienst. Und Matthias Albrecht wurde die Beförderung zum Feuerwehrmann ausgesprochen.

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