Umbau des Schusterhauses in Kochel: Finanzierung gesichert

Museum und mehr

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Die Finanzierung steht: Das ehemalige „Schuhhaus Josef Schöfmann“ wird zu Kochels erstem Heimatmuseum mit Kulturwerkstatt umgebaut.

Kochel – Eine zentimeterdicke Schicht Schnee bedeckt das Dach, unter dem silbernen Gerüst lugen dunkles Holz und weiße Wände, die an Leuchtkraft verloren haben, hervor. Doch der Anblick, er wird bald ein anderer sein: Das Schusterhaus soll zu einem Hort der Heimatgeschichte werden.

Im Innenbereich haben die Mitglieder des Vereins für Heimatgeschichte im Zwei-Seen-Land mit zahlreichen Helfern seit mehr als zwei Jahren gesichtet, geordnet, geräumt und gewerkelt. Nun ist auch von außen für alle sichtbar: Beim Schusterhaus rührt sich was. Von allen Seiten eingerüstet, wartet es auf seine denkmalgerechte Sanierung und Umwandlung zur „Kulturwerkstatt Schusterhaus“. Die Gemeinde Kochel beteiligt sich als Eigentümerin des historischen Gebäudes an dem kostenintensiven Projekt und hat noch im alten Jahr die ersten vom Verein vorgelegten Rechnungen in Höhe von rund 44.000 Euro beglichen. 

Insgesamt schätzt der Verein für Heimatgeschichte die Kosten für das Projekt auf rund 600.000 Euro. Das Finanzierungskonzept ruht dabei auf drei Säulen: 120.000 Euro will der Verein in Eigenleistung stemmen, die Kommune übernimmt auf drei Jahre verteilt 210.000 Euro, dazu kommen noch Zuschüsse staatlicher Förderstellen. Zusagen erfolgten hier bereits von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (50.000 Euro), von der Bayerischen Landesstiftung (52.000 Euro), vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (30.000 Euro) und dem Bezirk Oberbayern (26.000 Euro). 

„Die zuständigen Förderstellen sind von dem Projekt sehr angetan“, freut sich Bürgermeister Thomas Holz und wertet die Förderzusagen als „gerechten Lohn für das private Engagement“ der Vereinsmitglieder. Die Förderaufstellung sei nicht abschließend, betonte Holz, vielmehr seien weitere Zuschüsse für das Haushaltsjahr 2019 bereits beantragt und teilweise auch schon in Aussicht gestellt worden. Verläuft alles nach Plan, öffnen sich in rund zwei Jahren die Pforten zur „Kulturwerkstatt Schusterhaus“. Dort sieht der Verein nicht vorwiegend ein klassisches Heimatmuseum für Touristen, sondern einen aktiven Lernort, der sich auch an Schulklassen, junge Menschen und, durch regelmäßige Veranstaltungen, generell als Treffpunkt für Einheimische präsentieren soll. cw

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