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Landesgartenschau Penzberg: Pro Innenstadt erhofft sich positiven Schub

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Von: Andreas Baar

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Das Landesgartenschau-Konzept mit fünf Bereichen in zentraler Lage überzeugte: Bei Pro Innenstadt sieht man eine „einmalige Chance“ für die weitere Stadtentwicklung. © Stadt/Dobrzanski

Penzberg – Pro Innenstadt hofft auf einen Schub durch die grüne Großveranstaltung in Penzberg. Doch es wird gemahnt: Die Stadt brauche eine Vision für die Zukunft.

Wie berichtet, hatte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) die gute Nachricht dem an diesem Ferientag im Rathaus amtierenden Dritten Bürgermeister Hardi Lenk (SPD) persönlich am Telefon übermittelt: Die Stadt Penzberg hatte Ende Juli die angereiste Jury mit ihrem Konzept einer „Grünen Meile“ in zentraler Lage überzeugen können und sich die Landesgartenschau im Jahr 2028 gesichert. „Das ist eine Chance für Penzberg“, sagte Lenk im Anschluss der Rundschau. In das gleiche Horn stößt auch Monika Uhl, Vorsitzende des Vereins Pro Innenstadt Penzberg.

„Einmalige Chance“

„Für unsere Stadt ist das eine einmalige Chance“, sorgt die erfolgreiche Bewerbung der Kommunen um das Großereignis bei Uhl auf große Begeisterung. Die Vorsitzende erwartet sich mit ihren Vorstandskollegen Jörn Millan und Tatjana Petermann nun einen gewaltigen Schub, von dem die gesamte Stadt nachhaltig profitieren werde. „Das ist ein riesiger Glücksfall“, freut sich denn auch Millan.

Bekanntlich sollen rund zehn Hektar Fläche in zentraler Stadtlage für die Landesgartenschau ausgewiesen werden – „was die Stadt nicht nur grüner macht, sondern sich auch positiv auf das Fuß- und Radwegenetz auswirken wird“, ist Vereinschefin Uhl überzeugt. Dass die Großveranstaltung naturgemäß auch zahlreiche Besucher von auswärts anlockt, sei für Pro Innenstadt „ein weiterer Pluspunkt“.

Dem Verein geht es nach eigener Aussage aber um mehr als den zusätzlichen Umsatz für den Einzelhandel sowie die Gastronomie und Hotellerie während der vier- bis fünfmonatigen Landesgartenschau. Man erwartet und fordert eine nachhaltige Entwicklung und Strategie. „Wir müssen diese einmalige Gelegenheit nutzen, um unsere Innenstadt für die Zeit danach so umzugestalten, dass Penzberg langfristig ein attraktiver Besuchermagnet bleibt“, betont Vorstandsmitglied Millan.

Der Stadtrat und die Stadtverwaltung seien nun gefordert, eine Vision für „das Penzberg von morgen“ zu entwickeln, heißt es in einer Mitteilung. Eine Vision, die dem sich verändernden Mobilitätsverhalten ebenso Rechnung trägt wie der demographischen Entwicklung und einer modernen, im Wandel befindlichen Arbeitswelt. „Wir brauchen hier einen großen Wurf, der auch die Immobilieneigentümer begeistert und motiviert, mit Sanierungsmaßnahmen unsere Innenstadt attraktiver und damit fit für die Zukunft zu machen“, ist Vorstandsmitglied Tatjana Patermann überzeugt. Und für Vorsitzende Monika Uhl steht fest: „Die Landesgartenschau ist ein Booster für die gesamte Stadtentwicklung, der Penzberg nachhaltig und zum Positiven verändern wird.“

Bürger beteiligen

Parallel zu den ohnehin geplanten Um- und Neubauten werde die Vorbereitung für die Landesgartenschau „eine weitere große Bautätigkeit“ im Zentrum von Penzberg auslösen und dessen Gesicht erheblich verändern, heißt es vom Verein. „Die Innenstadt von heute wird mit der in zehn Jahren nicht mehr viel gemeinsam haben“, ist Uhl überzeugt. Gerade deshalb aber sei es wichtig, „die Bevölkerung von Anfang an in Planungen einzubinden und eine aktive Bürgerbeteiligung anzustreben“.

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