Schmökern unter freiem Himmel

StadtLesen auf dem Stadtplatz: Neuauflage im Oktober

Große Begeisterung und traumhaftes Wetter: Die gelungene Premiere hat dazu beitragen, dass Penzberg das StadtLesen wieder durchführen darf.

Penzberg – Sitzsäcke verteilen sich auf dem Stadtplatz. In den Sitzgelegenheiten versinken Kinder und Erwachsene, deren Blicke wiederum in Büchern versinken. Ein Szenario, das sich im Herbst 2018 beim „StadtLesen“ vor dem Penzberger Rathaus darbot, und das sich heuer wiederholen wird.

Katrin Fügener, die Leiterin der Stadtbücherei, kann sich ein Grinsen nicht verkneifen: Penzberg bekam für das neue Jahr wieder den Zuschlag für die Aktion „StadtLesen“, die bei ihrer ersten Auflage im September 2018 ein großer Erfolg war. „Das ist schon etwas Besonderes, dass man bei der zweiten Bewerbung gleich wieder genommen wird“, sagt Fügener. Und so wird der Stadtplatz von 1. bis 4. Oktober wieder in eine Oase für Leseratten umgestaltet.

Gut, Städte wie München, Berlin, Zürich oder Innsbruck sind beim StadtLesen fast immer dabei. Dass aber das relativ kleine Penzberg nun erneut den Zuschlag erhielt, lag vor allem an der äußerst gelungenen Premiere, als 2500 Besucher den Stadtplatz bevölkerten und weitere 450 Schüler mit einem eigenen Programm bedacht wurden, das ihnen zeigen sollte, dass Lesen auch im Zeitalter von Smartphone und x-Box sehr viel Spaß machen kann. Doch es wurde an den vier Tagen im September 2018 nicht nur geschmökert, es gab auch einen Poetry-Slam, eine Autorenlesung und eine Harry-Potter-Lesung in acht Sprachen. Und der Stadtplatz wurde mit Sitzsäcken und Hängematten so gemütlich gestaltet, dass man sich beim Lesen auch noch entspannen konnte. „Wir haben versucht, möglichst vielen Menschen einen Grund zu geben, um sich mit Büchern zu beschäftigen“, sagt Ilka Heisig von der Stadtbücherei. Dieses Gesamtpaket hat nun dazu beitragen, dass Penzberg von der „StadtLesen“-Jury erneut berücksichtigt wurde – neben München, Fürth und Bad Reichenhall als nur eine von vier Städten in Bayern. 

„Wir sind schon schwer am Denken“, sagt Katrin Fügener mit Blick auf die Neuauflage. Bislang steht aber nur fest, dass die viertägige Aktion am 1. Oktober mit einer Autorenlesung eröffnet wird. Und auch einige lokale Vorleser von 2018 haben ihre erneute Teilnahme schon zugesichert. Mehr ist aber noch nicht fixiert. „Wir werden auf jeden Fall ein ganz buntes Rahmenprogramm präsentieren, das alle Penzberger anspricht“, betont Fügener. Und für die Schulen wird es erneut ein eigenes Programm geben. Außerdem planen Fügener und Heisig, mehr Bücher als beim ersten Mal, als 3.000 Exemplare zur Verfügung standen, anzubieten. 

Bürgermeisterin Elke Zehetner ist ebenfalls ganz begeistert: „Wenn es nach mir ginge, könnten wir diese Aktion jedes Jahr durchführen, als sommerliches Pendant zu Hannis Eismärchen.“ Die Kosten von rund 8.500 Euro sind überschaubar und werden wohl noch überschaubarer, weil Fügener zuversichtlich ist, einige Sponsoren zu finden. Und sollte das Wetter Anfang Oktober dann doch schon zu herbstlich sein, wäre dies auch kein Problem: „Dann ziehen wir halt in die Rathauspassage um“, so Fügener. la

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