Psst, streng geheim!

Kinderjury entscheidet über nächsten „Urmel“-Preisträger, hüllt sich darüber aber in Schweigen

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Wir wissen, wer es ist, sagen es aber nicht: Die Kinderjury hat den nächsten Urmel-Preisträger schon gekürt, das Geheimnis wird aber erst im Oktober gelüftet.

Penzberg – Von einem Wesen, das einem Wollknäul mit Armen und Beinen ähnelt, von der besonderen Verbindung zwischen Oma und Enkelin und von einem knurrigen Dickhäuter handeln drei der zehn Bücher, die in diesem Jahr als „Urmel“-Preisträger in Frage kamen. Der Gewinner bleibt noch bis Oktober geheim.

Es qualmte ganz gehörig im Sitzungssaal des Rathauses, als die 16-köpfige Kinderjury aus den zehn nominierten Büchern den nächsten Preisträger für den Kinder- und Jugendliteraturpreis „Penzberger Urmel“ bestimmt hat. Es muss wohl eine hitzige Diskussion gewesen sein, denn die Bücher der Auswahlliste könnten von Inhalt und Gestaltung nicht unterschiedlicher sein. 

Da wäre der „Krasshüpfer“ von Simon van der Geest, in dem es um einen eskalierenden Streit zwischen zwei Brüdern geht. Für die elfjährige Mirja aus der Kinderjury ist das eine Nummer zu schräg, wohingegen der gleichaltrige Nikolas einwirft, dass das Buch genau dadurch besonders wird. Jonas wiederum fand „Titanic: 24 Stunden bis zum Untergang“ von Autor Stephen Davies und Illustrator Torben Kuhlmann so spannend, dass er das Buch an einem Tag verschlungen hat. 

Der zwölfjährige Fabian hingegen war von „Mount Caravan“ (Anna Ruhe/Max Meinzold) ganz begeistert, weil er die Abenteuer des Außenseiters Jake „einfach klasse“ fand. Und um Freundschaft geht es in „König Guu“ (Adam Stower), das der elfjährigen Hannah deshalb so gut gefallen hat, weil darin gezeigt wird, dass auch Schwächere gewinnen können. 

Die weiteren nominierten Bücher sind: „Das Blaubeerhaus“ (Antonia Michaelis/Claudia Carls), „Ein Hund namens Kominek“ (Antje Bones/Jasmin Schäfer), „Kirschendiebe. Als der Krieg vorbei war“ (Anke Bär), „Die Gorgel“ (Jochem Myjer/Rick de Haas), „Baby Oma“ (Friederike Köpf/Anne-Kathrin Behl) und „Der halbste Held der ganzen Welt“ (Andrea Schomburg/Betina Gotzen-Beek). 

All diese Titel wurden im vergangenen Sommer von einer Erwachsenenjury aus rund 80 Büchern ausgewählt und der Kinderjury für die letztendliche Entscheidung an die Hand gegeben. Die neun- bis 13-jährigen Leseratten hatten dann bis jetzt Zeit, sich mit den Texten und Illustrationen ausgiebig auseinander zu setzen und hinter verschlossenen Türen den Sieger zu bestimmen. Und da es sich bei der Kinderjury nicht um den Penzberger Stadtrat handelt, ist davon auszugehen, dass aus der geheimen Beratung auch nichts nach außen dringt. Welches Buch den alle zwei Jahre ausgelobten und mit 2.500 Euro dotierten Urmel-Literaturpreis erhält, wird erst bei der offiziellen Preisverleihung am 4. Oktober in der Stadthalle bekannt gegeben. fra

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