Berufsorientierung in Corona-Zeiten

Live aus der Medienwelt: Penzberger Realschüler hörten beim „Berufscafé“ genau zu

Vertreter aus Medienberufen sitzen auf der Bühne der Realschulaula vor den Schülern.
+
In der Aula der Realschule berichteten die Medienvertreter den Schülern aus ihrer spannenden Berufswelt.

Penzberg – Die Penzberger Berufsorientierung „Passgenau“, getragen vom Familienzentrum Arche Noah, hält trotz der Corona-Situation ihre Angebote aufrecht. Das „Berufscafé“ machte in der Realschule Station.

Das „Berufscafé“, bislang alle 14 Tage als offene Veranstaltung in der Penzberger Moschee angeboten, ging im Corona-Jahr mit einem veränderten Konzept weiter. So gibt es in diesem Schuljahr ein seperates Programm für die einzelnen Schulen vor Ort. Den Auftakt machte nun die Heinrich-Campendonk-Realschule mit einer Veranstaltung über Medienberufe. Die vier 9. Klassen konnten aus einer Liste von Berufsfeldern wählen. An diesem Nachmittag saßen zusammen mit Petra Zott-Endres und Rebekka Hille von „Passgenau“ fünf Medienvertreter in der Aula auf der Bühne und beantworteten die Fragen der Schüler. Anna Try und Dominik Detert (beide Radio Oberland), Ralf Gerard (Fotograf), Melanie Münch (Mediengestaltung) und Andreas Baar (Redaktionsleiter von Das Gelbe Blatt/Rundschau in Penzberg) erzählten, wie sie zu ihrem Job gekommen sind. Die Schüler bekamen aus der Praxis berichtet, was es für Vorraussetzungen für diese Berufe gibt, was das Besondere an der Arbeit ist, und warum keiner der Gäste seine Berufswahl bereut.

Einiges auf die Beine gestellt

Überhaupt hatten die Veranstalter heuer trotz Corona-Krise einiges auf die Beine gestellt. „Die Angebote gab es weiter“, sagt Zott-Endres. Im Mai hatten „Passgenau“ und die „Neuorientierung null-acht-12“ auf Initiative von Penzbergs Wirtschaftsförderin Monique van Eijck eine Online-Ausbildungsmesse organisiert (Rundschau berichtete). Das Angebot wurde im Lauf des Jahres zur Community-Plattform „Ausbildung im Oberland“ weiterentwickelt. Auch die „Biografiewerkstatt“ mit Projektleiterin Melinda Veres wurde im ersten Lockdown aufrechtgehalten. In den letzten Schulwochen danach wurden die Ergebnisse des im November 2019 gestarteten Modeprojekts fertiggestellt. Seit Anfang Oktober tüfteln und planen die Jugendlichen der neuen Gruppe an ihren Kleidungsstücken. Darüber hinaus fanden die anderen Bausteine von „Passgenau“ wie Bewerbungs-Workshops in den vergangenen Wochen statt – zum Großteil in Präsenz, „aber auch hybrid“, wie Zott-Endres sagt.

Virtuelles Job-Dating

Das spielerisch Gelernte konnten die Schüler der 9. und 10. Klassen der Mittel- und der Hauptschule nach den Herbstferien im Job-Dating anwenden: 54 Schüler lernten dabei acht Betriebe kennen – zum Teil über Zoom. Die Palette reichte von der Sparkasse über die Polizei bis hin zu Roche und Pflegefachschulen. Und Schüler, die noch am Anfang ihrer Berufsorientierung stehen, konnten am Buß- und Bettag in einem extra Workshop, geleitet von Zott-Endres und Rebekka Hille, mit kreativen Methoden eine Vision für ihre berufliche Zukunft entwickeln. Masken, Abstand, Lüften und die Arbeit in kleinen Gruppen und regelmäßige Raumwechsel gehörte da schon zur Routine. Beim „Berufscafé“ in der Realschule gab es neben vielen Fragen am Ende Applaus für die fünf Medienvertreter. Das „Berufscafé“ soll weitergehen, wie Petra Zott-Endres bekräftigt. Andreas Baar

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona in Penzberg und der Region: Inzidenzwert bei 67,2 im Landkreis Weilheim-Schongau
Corona in Penzberg und der Region: Inzidenzwert bei 67,2 im Landkreis Weilheim-Schongau
Das Penzberger OK feiert Fasching virtuell - sogar mit „Prinzenpaar“
Das Penzberger OK feiert Fasching virtuell - sogar mit „Prinzenpaar“
„Goldene Abrissbirne“ für Kochel
„Goldene Abrissbirne“ für Kochel
Region: AOK warnt vor Betrügern am Telefon
Region: AOK warnt vor Betrügern am Telefon

Kommentare