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Lockdown-Sorgen in Penzberg: Stadt und Pro Innenstadt appellieren an Solidarität

Auf dem Bild ist die Wirtschaftsförderin von Penzberg, Monique van Eijk, zu sehen.
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Wirtschaftsförderin Monique van Eijk hat die Geschäftswelt der Stadt Penzberg eigens im Internet auf www.unser-penzberg.de zusammengefasst.

Penzberg – Der Teil-Lockdown trifft Handel, Dienstleister und Gastronomie in Penzberg hart. Lokale Solidarität ist gefragt. Gerade das Weihnachtsgeschäft ist wichtig.

Monique van Eijk muss nicht lang überlegen. „Es herrscht eine große Unsicherheit“, sagt Penzbergs Wirtschaftsförderin über die aktuelle Situation. Einzelhändler, Dienstleister und Gastronomen – allesamt seit dem Ausbruch der Corona-Krise eh schon schwer gebeutelt – müssen mit dem seit Anfang November geltenden Lockdown-Light erneut einen Schlag hinnehmen. Auch Monika Uhl, Vorsitzende der Interessenvereinigung Pro Innenstadt, gibt sich keinen Illusionen hin. Sie spricht von einer angespannten Situation. Viele ihrer Kollegen seien „sehr ängstlich“, weiß Uhl. Weil nichts planbar sei und, weil niemand wisse, wie es im Dezember weitergeht. Gerade auf den kommenden Monat setzt der Handel große Hoffnungen. Das Weihnachtsgeschäft sei sehr wichtig, warnt Wirtschaftsförderin van Eijk.

Werbefilm für Penzberg

Lieferdienste nutzen

Aus diesem Grund appellieren sowohl sie als auch Uhl an die Solidarität der Bürger. Man möge „die Geschenke unbedingt in Penzberg kaufen“, bittet van Eijk. Wenn schon online, dann lokal. Überhaupt sei das Internet-Einkaufsangebot der örtlichen Geschäftswelt vielfältig. „Überraschend viele Einzelhändler haben einen Online-Shop.“ Van Eijk wirbt darum, Lieferdienste zu nutzen, gerade die To-go-Angebote der Gastronomen und „auch mal ein Getränk mitzunehmen“. Gutscheine verschenken sei auch ein probates Mittel, um das lokale Gewerbe zu unterstützen – das helfe den Geschäften, die Liquidität zu sichern. Auf Gutscheine setzt man im Rathaus ebenfalls: Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) hatte unlängst erklärt, dass die Stadt auf interne Weihnachtsfeiern verzichte und für die Mitarbeiter lieber lokale Bons erwerben will. Es müsse geschaut werden, „dass der Umsatz im Ort bleibt“, betonte er.

Viele Arbeitsplätze

Am Gewerbe hängen nicht nur diverse Unternehmerschicksale. Das Gewerbe bietet viele Arbeitsplätze in der Stadt. Wirtschaftsförderin van Eijk hat die letzten Zahlen: Für 2018 listete die Agentur für Arbeit 1377 Beschäftigte in Handel und Gastronomie auf. An den nackten Zahlen hängen oft Familien. „Das ist ein wichtiger Wirtschaftszweig“, betont die Rathausmitarbeiterin. „Jeder Euro, der jetzt in Penzberg ausgegeben wird, stärkt die hiesigen Strukturen.“ Bei Pro Innenstadt plant man gemeinsame Aktionen mit der Stadt. Jetzt wird ein kurzer Werbefilm mit den Bürgermeistern gedreht, der in die sozialen Medien kommt. Vorsitzende Uhl ist trotz aller Unsicherheit in Corona-Zeiten auch optimistisch: Die Krise habe gezeigt, dass es viele treue Kunden gibt – und eine beiderseitige „Wertschätzung“.

Andreas Baar

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