Loisachtaler Gauverband stellt seine neue Chronik in der Penzberger Stadthalle vor

Ein Geschenk fürs Bayernland

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Lieferung aus dem Cheimgau: Auf einem Leiterwagerl brachten Trachtenkinder Josef Ponholzer (l.) und Heinz Bader (2.v.l.) die frisch gedruckte Gauchronik - und einige Lacher.

Penzberg – Gerade noch rechtzeitig kam die Lieferung auf einem Leiterwagerl aus Traunstein, gezogen von drei bezaubernden Trachtenkindern, in der Penzberger Stadthalle an: die 400 Seiten starke Chronik „Dahoam im Loisachgau“, die der Loisachtaler Gauverband im Rahmen eines bunten Abends vorstellte.

Der Verband feiert im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen und schuf sich, passend dazu, mit der zweiten Chronik einen großen Schatz der Erinnerungen. „Ohne euch wäre die Chronik nur halb so schön“, rief Josef Ponholzer, der Vorsitzende des Gauverbandes, aus. Er würdigte damit die unzähligen Stunden, die gemeinschaftliche Zusammenarbeit und die vielen Beiträge, welche die Mitglieder der 26 Trachtenvereine des Gauverbandes in zweijähriger Arbeit geleistet hatten. „Die Einladung ist ein kleines Dankeschön für die Unterstützung“, so Ponholzer, der sich freute, dass nicht nur die Vertreter vieler Vereine, sondern neben Bürgermeisterin Elke Zehetner auch der CSU-Landtagsabgeordnete Harald Kühn und mit Thomas Holz der stellvertretende von Bad Tölz-Wolfratshausen in die Stadthalle gekommen waren. Diesen Ort hatte man für die Präsentation der Chronik zum einen deshalb gewählt, weil dort die rund 250 Gäste locker Platz hatten, zum anderen wurde der Gauverband 1919 auch in Penzberg gegründet, zeitgleich mit der Stadterhebung. 

Die Entstehungsgeschichte der eindrucksvollen Chronik brachten Gauschriftführer Andreas Wachs und Josef Ponholzer in einem witzigen Dialog auf die Bühne. Vor sieben Jahren hatte Wachs die Idee für eine neue Gauchronik erstmals vorgetragen, es dauerte dann aber bis zum Jahr 2015, ehe sich ein Chronikausschuss gründete, welcher sofort Konrad und Thomas Vogel von Chiemgau-Druck mit ins Boot holte. Dann wurden die Aufgaben verteilt, wobei jeder der 26 angeschlossenen Vereine Text und Bilder für bis zu sechs Seiten liefern sollte. „Die ham sich mächtig ins Zeug g‘legt“, lobte Josef Ponholzer. Andreas Wachs übernahm die Sichtung und Auswahl des Bildmaterials und durchsuchte tausende Dateien, doch es gab auch unzählige Ordner voll analoger Bilder. Simone Vetter fiel dabei die Rolle des rettenden Engels zu: Sie stand Andreas Wachs zur Seite, als dieser einen ganzen Tag lang Fotos am Scanner in Dateien umwandeln sollte. „Auskennt hob i mi ned, aber dann is scho ganga“, lachte Wachs. Doch Simone Vetter war auch für das Setzen der Seiten, den Einbau der Bilder und für das Design zuständig. „In der Schlussphase telefonierten wir drei- bis viermal am Tag“, erinnerte sich Andreas Wachs, „d‘Simone hat scho von der Chronik geträumt.“ 

Der Inhalt des zwei Kilogramm schweren Werkes reicht von der Geschichte des Brauchtums im Lois­achgau über Vereinsbeiträge und Berichte über die Jugendarbeit und Veranstaltungen bis hin zu einem QR-Code, der auf der letzten Seite zu finden ist. Scannt man diesen ein, wird man im Internet zur alten Chronik von 1989 geleitet, welche dort digitalisiert hinterlegt ist. 

Neben zahlreichen Tanzeinlagen der Gaujugendgruppe und der Gauplattler, Einlagen der Magistratsmusi und der frisch aufspielenden „hoib und hoib Musi“ war der Auftritt der drei Trachtenkinder mit ihrem Leiterwagerl der Höhepunkt des Abends. Josef Ponholzer hatte sie losgeschickt, um die frisch gedruckte Chronik aus dem Chiemgau nach Penzberg zu bringen. Gerade noch rechtzeitig kamen Simon, Seppi und Sophie auf die Bühne und hatten mit ihrem kecken Sketch die Lacher auf ihrer Seite. Danach verteilte Ponholzer die Bücher an die Ehrengäste, wobei Andreas Wachs das erste Exemplar erhielt. Simone Vetter bekam für ihren ehrenamtlichen Einsatz neben der Chronik auch noch einen Blumenstrauß. Die Fotografen Hias Krinner und Ralf Gerard, der neben den Fahnenbildern auch das Titelbild schoss, wurden natürlich auch beschenkt. Max Bertl, der Vorsitzende des Bayerischen Landestrachtenverbandes, war jedenfalls schwer angetan von dem Band und nannte die Chronik „ein Geschenk fürs gesamte Bayernland“. 

„Dahoam im Loisachgau“ ist für 35 Euro bei den Vorständen der Trachtenvereine im Loisachtaler Gauverband erhältlich. au

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