Finanzspritze für das Mütterzentrum

Malerbetrieb Rötzschke unterstützt Familieneinrichtung mit 1000 Euro

Anja Weigel, Leiterin des Mütterzentrums, freut sich über die großzügige Spende der Malermeister Andreas und Thomas Rötzschke.
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Anja Weigel, Leiterin des Mütterzentrums, freut sich über die großzügige Spende der Malermeister Andreas und Thomas Rötzschke.

Das Mütterzentrum in der Winterstraße in Penzberg ist ein fröhlicher Treff für Kinder und ihre Eltern. Normalerweise. Denn seit gut einem Jahr läuft auch dort alles auf Sparflamme. Dennoch stehen hier und da kleinere Renovierungsarbeiten an. Auch müsste etwa das Spielgerüst im Garten repariert werden. Die Spende des Malerbetriebs Rötzschke aus Penzberg erlebt Leiterin Anja Weigel als Rettung in schwierigen Zeiten.

Was lässt sich mit 1000 Euro anfangen? „Viel, sehr viel“, freut sich Anja Weigel, Vorsitzende des Mütterzentrums, über den Geldsegen. „Freilich verfügen wir über Einnahmen aus den Mitgliedbeiträgen“, so die Leiterin der Einrichtung, „aber weit kommen wir damit nicht.“ Zwar gebe es seit einigen Monaten keine Festangestellten mehr, die zu bezahlen sind. Die Pauschalen für die ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer fallen aber nach wie vor an. „Außerdem gibt es immer wieder mal was zu reparieren und neu zu gestalten.“ Nicht zuletzt hofft Weigel, im Frühjahr den Kindern erneuertes Gartenspielzeug anbieten zu können – wenn das Mütterzentrum endlich wieder öffnen darf.

Die großzügige Spende haben die Familien Andreas und Thomas Rötzschke zu verdanken. Die beiden Brüder haben vor sieben Jahren den Malerbetrieb ihres Vaters Helmut übernommen. Ende der 80er Jahre hatte er den Betrieb gegründet. Rötzschke Senior hilft seinen Söhnen weiterhin, wo er nur kann. 2017 zogen er, Andreas und Thomas sowie die Belegschaft in die neue Werkstatt nach Habach um. 2019 musste der Betrieb infolge einer Knieverletzung von Thomas eine terminliche Krise überstehen. „Aber auch das haben wir geschafft“, blicken die Brüder zurück.

Auch privat tat sich bei den Brüdern viel: „Unsere Tochter Cora und meine Frau waren schon vor drei Jahren regelmäßige Besucher des Mütterzentrums“, erinnert sich Thomas Rötzschke. Der Familieneinrichtung haben die Rötzschkes viel zu verdanken: „Sie war eine lange Zeit ein wichtiger Anlaufpunkt für uns“, so der Malermeister. Deshalb haben seine Mitarbeiter und er schon vor zwei Jahren das Mütterzentrum finanziell unterstützt. Jetzt ist Bruder Andreas dran. Seine Frau und er erwarten in wenigen Wochen einen Sohn. Auch er soll im Mütterzentrum Spielgefährten finden. Ebenso freut sich Andreas für seine Frau, dass sie bald bei gleich gesinnten Mamas Austausch und Unterstützung findet. „Schließlich gibt es bei uns nicht nur Spielgruppen und Familientreffs“, so Leiterin Anja Weigel. Auch können Eltern – wenn es die Coronasituation wieder erlaubt – zweimal pro Woche ihre Kinder in der „Flohkiste“ abgeben, stundenweise, „einfach um in Ruhe einkaufen gehen oder mal ohne die Sprösslinge entspannen zu können“, so Weigel.

Diese Möglichkeit hat Thomas Frau Irmhild öfter gerne angenommen. „Wir sind wirklich froh, dass es das Mütterzentrum gibt“, bekräftigt Thomas Rötzschke. Die 1000 Euro spenden die Brüder gerne und haben schon angekündigt, weiterhin dem Mütterzentrum unter die Arme greifen zu wollen.

Der Betrieb bedankt sich mit der Spende auch bei seinen treuen Kunden. „Wir sind trotz Corona ziemlich gut aufgestellt“, so Andreas und Thomas Rötzschke, so gut, dass sie dringend qualifiziertes Personal suchen. Die Arbeiten des Familienbetriebs reichen vom wetterfesten, schmucken Fassadenanstrich über die Anbringung von Wärmedämmverbundsystemen bis zur Gestaltung von Wänden und Decken innerhalb von Gebäuden. „Außerdem sind wir Fachbetrieb für alle Maler- und Lackierarbeiten sowie Altbausanierung und Neubaugestaltung “, ergänzt Thomas Rötzschke.

Regelmäßig beauftragen Bauträger, Hausverwaltungen, Stadtverwaltungen und Privatkunden den Malerbetrieb. Dabei kommen die Kunden nicht nur aus der Heimatstadt Penzberg. Anfragen erhält die Firma auch aus dem Oberland und München. Ein bekanntes Planungsbüro aus Antdorf und Penzberg sowie ein Holzhaushersteller aus Habach zählen zu den Partnern des Malerei-Fachbetriebs. sg

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