Keinerlei Sorgen

Er ist zwar noch nicht nominiert, Markus Degen wird aber PWG-Bürgermeisterkandidat

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Mindestens zweimal will Markus Degen zum Iffeldorfer Bürgermeister gewählt werden; PWG-Urvater Albert Strauß brachte es einst auf sieben Amtsperioden.

Iffeldorf – Nachdem die Iffeldorfer PWG letztmalig 2002 einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl ins Rennen nominiert hatte, schickt sich nun Markus Degen, der Vorsitzende der Parteifreien Wählergemeinschaft, an, für die Wahl im kommenden Frühjahr nominiert zu werden.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt in dieser Rolle hatte Markus Degen nun bei einem Weißwurstfrühstück. Knapp 20 Iffeldorfer hatten sich im Lokal Vitus eingefunden, um zu hören, mit welchen Vorstellungen Markus Degen in den Bürgermeisterwahlkampf zu gehen gedenkt und ihm ihre Unterstützung bei der erst Ende des Jahres anstehenden offiziellen Nominierung zuzusichern. Beinahe familiär wirkte diese bewusst klein gehaltene Veranstaltung, nicht zuletzt auch deshalb, weil Degen, der als Technischer Leiter in einem Münchner Unternehmen arbeitet, seine Frau und seine drei Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren mitgebracht hatte. Familie und Kinder sind auch wichtige Stichworte in der politischen Auffassung des 47-Jährigen, die mehrfach in seiner Vorstellungsrede auftauchten. Denn bevor er offiziell seine Absicht kundtat, sich als Bürgermeisterkandidat nominieren lassen zu wollen, erörterte er zunächst die Frage, was einen „guten Bürgermeister“ ganz grundsätzlich auszeichne: Um nachhaltig etwas bewegen zu können, sollte man „mindestens zwei Perioden im Amt sein können“, daher nicht zu alt, aber auch nicht zu jung und unerfahren sein. „Unbelastet und ohne Vorurteile, Dinge neutral sehen zu können“, sei ebenfalls wichtig. Als nächstes ist es laut Degen unerlässlich, „fachliche Kompetenz auf dem Gebiet der Gemeindeverwaltung“ durch externe und somit gemeindeneutrale Schulungen erlangt zu haben, bevor es dann in seinen Ausführungen um die Zukunft der Familien und Kinder in Iffeldorf ging. Ihm liege der Ort, in dem er mit seiner Familie nun bereits seit über zehn Jahren lebe und das Vereinsleben aktiv mitgestalte, auch deshalb besonders am Herzen, da seine eigenen Kinder hier „in der Zukunft aufwachsen werden, die wir jetzt gestalten können“. 

Vorbehaltlose Unterstützung bekommt Degen von Albert Strauß, dem seinerzeit dienstältesten Bürgermeister Bayerns mit einer Amtszeit von 42 Jahren, der von 1966 bis 2008 in insgesamt sieben Amtsperioden die Interessen der von ihm begründeten PWG vertrat. Degen „braucht sich keinerlei Sorgen zu machen, dass er von der PWG nicht als Bürgermeisterkandidat nominiert wird“, so Strauß zuversichtlich. Er könne sich vielmehr ganz beruhigt an einem Zitat eines anderen Strauß, nämlich des Franz Josef, orientieren, der einmal so schön gesagt haben soll, er „blicke dankbar zurück, mutig voraus und gläubig aufwärts“. 

Beide, Degen und Altbürgermeister Strauß, sind überzeugt, dass die als gemeinnütziger Verein organisierte PWG als parteifreie Instanz „unabhängig von Parteibüchern, Bundesvorständen und parteiinternen Strukturen ihre Entscheidungen nur zum Wohle Iffeldorfs und der Bürger trifft“, was ihrer Meinung nach in der heutigen Zeit besonders wichtig sei. Dabei bekommt Degen auch Zuspruch von einer ortskundigen Frühschoppen-Teilnehmerin, die die strukturellen Veränderungen in der Region aufgrund der industriellen Ansiedlungen im Blick hat, wenn sie meint, dass es für „viele Einheimische schwierig ist, mit den aktuellen Miet- und Grundstückspreisen mitzugehen“ und es daher wichtig sei, wenn sich die PWG ausschließlich um Iffeldorfer Belange kümmere. 

Man darf also gespannt sein, ob Markus Degen der PWG-Rückenwind letztlich auch ins Rathaus tragen wird, denn dorthin wollen am 15. März auch Andreas Michl von der CSU und Hans Lang von der SPD. kun

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