Michel Geißdorf in den i-Tunes-Charts

Zwischen Moby und Nirvana

Penzberg/Sindelsdorf - Er ist ein Star der Elektromusik-Szene, vielleicht nicht jedem gleich ein Begriff, doch unter Musikfachleuten bestens bekannt: Michel Geißdorf aus Sindelsdorf.

Als selbstständiger Komponist, Audio Engineer und Musikproduzent verdient er sein Geld. In der Welt des Rap ist er unter dem Pseudonym DJ (i)MG Beatz unterwegs. „In der elektronischen Musik bin ich aber unter meinem ganz normalen Namen aktiv“, sagt der 26-Jährige, der in Penzberg aufgewachsen ist. Sein bislang größter Erfolg: Am 2. März, an dem Tag, als sein Debütalbum „Michel“ veröffentlicht wurde, landete er damit auf Rang fünf in den französischen iTunes-Charts im Genre Electronic und auf Platz 93 in allen Genres weltweit. Kurz zur Info für den reiferen Leser: i-Tunes-Charts sind eine Rangliste nur für Computer und Smartphones von Apple.

„Ich war völlig überwältigt. Natürlich habe ich mich sofort selbst davon überzeugt, da ich es nicht glauben konnte. Und tatsächlich habe ich meinen Namen zwischen Größen wie Bob Marley, Nirvana, Tracy Chapman, Ed Sheeran, Moby, Sade und Snoop Dogg wiedergefunden“, freut sich Michel Geißdorf. In den französischen Charts war Geißdorfs Debütalbum deshalb so gut platziert, weil „Michel“ über ein französisches Label veröffentlicht wurde.

Geißdorf ist in Penzberg aufgewachsen und machte 2009 seinen Abschluss an der Heinrich-Campendonk-Realschule. Anschließend baute er sein Fachabitur in Bad Tölz. Seitdem ist er in der Musikbranche tätig. Schon als Kind war er durch seine Eltern immer von Musik umgeben, „vor allem Rockmusik von AC/DC, Metallica, Black Sabbath, Frank Zappa oder Nirvana“, berichtet der 26-Jährige. Als Jugendlicher lernte er Schlagzeug und brachte sich das Spielen mit der E-Gitarre selbst bei, ehe er mit vier Schulfreunden eine Band gründete. Geprobt wurde zumeist im Don Bosco Club in Benediktbeuern. Dort und im Musik­raum der Realschule hatte die Band auch ihre ersten Auftritte. Doch die Kumpels lebten sich auseinander: „Das Bandprojekt wurde auf Eis gelegt, und ich formte kurzerhand mein erstes Soloprojekt.“

Bereits im frühen Kindesalter interessierte sich Geißdorf für Rapmusik vor allem von Eminem sowie Cross­over-Bands wie Limp Bizkit, die Elemente des Hip-Hop mit Heavy Metal verbinden. Im Bereich der elek­tronischen Musik begeisterte er sich Ende der neunziger Jahre für „I‘m blue“ von Eiffel 65 und „King of my castle“ von Wamdue Project. Diese Art der elektronischen Popmusik habe ihn stark beeinflusst, sagt Michel Geißdorf.

Und Geißdorf will sich weiter in der Musikszene etablieren. „Mein Ziel ist ganz klar eine erneute Chartpositionierung. Und wer weiß, wo mich das Ganze noch hinführt, es ist schließlich erst der Anfang“, erklärt Michel Geißdorf, der schließlich auch noch ein Bekenntnis zu seiner Heimat ablegt. „Ich möchte mich als waschechten Penzberger bezeichnen und habe auch in absehbarer Zeit nicht vor, wo anders hinzuziehen. Hier bin ich aufgewachsen und hier konnte ich die Grundsteine für meine Karriere legen. Hier bin ich Zuhause.“

Michael Geißdorf freut sich über Anfragen aller Art per E-Mail unter imgbeatz2012@googlemail.com. Auf sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Instagram ist er unter @iMGbeatz zu finden (mehr dazu in der Printausgabe). akr

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