Mittagspause und altes Werkzeug

Mit dem Hammer die FDP aus der Krise führen: Martin Zeil (links) und der Abgeordnete Tobias Thalhammer in der Alten Schäfflerei.

Drei Tage lang war die FDP-Landtagsfraktion im Kloster Benediktbeuern zu Gast. Zur Auflockerung der Winterklausur, bei der die Liberalen unter anderem über Fachkräftemangel und Integration berieten, schauten sie sich in der Alten Schäfflerei des Klosters um. Dort betreiben das Fraunhofer Institut für Bausphysik (IBP) und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege das „Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege“.

Britta von Rettberg vom IBP, die Leiterin des Zentrums, versuchte in dem alten Gebäude die Politiker zunächst von Bodendämmung und restaurierten Fenstern zu begeistern, doch der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil und Fraktionsvize Andreas Fischer fanden schnell Gefallen an den alten Werkzeugen. „Das ist die Zange für die CSU“, lachte Fischer, der sich in Anspielung auf den Koalitionspartner eine Flachzange schnappte. Zeil stimmte ein: „Die Beratungen heute waren aber keine Zangengeburt.“ Es wurde viel gealbert, ehe Fraktionsvorsitzender Thomas Hacker zur Ordnung rief: „Keine Spielchen! Jetzt geht's weiter.“ Im Denkmalpflegezentrum untersuchen die Experten, wie Energieeinsparung im Altbaubestand und bei denkmalgeschützten Objekten möglich ist. Das Konzept sieht eine modellhafte energetische und denkmalgerechte Sanierung des Ge- bäudes vor. Britta von Rettberg und ihre IBP-Kollegin Christine Milch führten die Abgeordneten durch die Räume. Im ersten Obergeschoß der Schäfflerei, dort waren früher unter anderem Flüchtlingswohnungen un- tergebracht, sei eine Ausstellung über Energieeffizienz geplant, berichtete von Rettberg. „Der Dachstuhl aus dem 18.Jahrhundert wird statisch ertüchtigt“, fügte sie hinzu. Ebenso soll ein Aufzug eingebaut werden. Als die Fraunhofer-Fachfrauen die Liberalen in den nächsten Raum der Schäfflerei führen wollten, hatte sich der anfangs stattliche Haufen schon in alle Winde zerstreut. So besuchten nur noch wenige Politiker das Forschungsprojekt, in dem ein Messraum für Wandheizungssysteme integriert ist. Wirtschaftsminister Martin Zeil gab derweil schon ein Radio-Interview, Pressesprecher Rafael Freckmann informierte die Printmedien,andere FDP-Abgeordnete waren auf dem Weg zur Mittagspause. „Es ist eben schwierig für Liberale zusammen zu bleiben“, meinte da Thomas Hacker.

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