Kulturgemeinschaft unterstützt Vereine und Organisationen mit 10.000 Euro

Viel Geld fürs Jubiläum

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Angesichts des Geldsegens strahlen alle: Tom Sendl, Josef Graßl, Johannes Bauer, Max Kapfer, Ingrid Schaffer, Thomas Grubert, Katja Wippermann, Ellen Hennen, Günther Pfannkuch, Werner Schmidt und Siegfried Hirt (von links).

Penzberg – Hier spielt die Musik, dank der Kulturgemeinschaft: diese schüttete gerade 10.000 Euro aus und vor allem klangvolle Projekte profitieren davon. Aber auch der Kunst, einer Kleiderkammer und einer Kanzel soll das Geld zugutekommen.

Die Kulturgemeinschaft zeigt sich anlässlich der bevorstehenden Feierlichkeiten von „100 Jahre Stadt Penzberg“ spendabel: 10.000 Euro schüttete sie nun an Vereine und Organisationen aus, damit diese einige Veranstaltungen im Jubiläumsjahr einfacher stemmen können. Nach einem entsprechenden Aufruf der Kulturgemeinschaft waren elf Anmeldungen eingegangen, „davon haben wir acht Projekte ausgewählt“, sagt Vereinschef Tom Sendl. 

Über einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro konnte sich dabei Ellen Hennen von der Musikschule freuen. Ihre aktuelle Musicalproduktion „Penzber­ger Spürnasen“, die sich dem Jubiläum der Stadt annimmt, wird wegen der geplanten Videoeinspielungen technisch etwas aufwändiger als die vorangegangenen Produktionen. „Da können wir dieses Geld gut gebrauchen“, so Hennen. 

Mit 2.000 Euro wurde der Freundeskreis Heinrich Campendonk bedacht: Damit kommen die Museumsfreunde ihrem Ziel, vor dem Ausstellungsgebäude eine Skulptur aufzustellen, einen Schritt näher. Werner Schmidt, der Vorsitzende des Freundeskreises, verwies darauf, dass beinahe vor jedem Museum eine Skulptur stehe. „Auch in Penzberg soll es so einen Blickfang geben“, betonte Schmidt. In einem Künstlerwettbewerb will man einen geeigneten Entwurf finden, „insgesamt nehmen wir dafür viel Geld in die Hand“, so Schmidt, „die Spende kommt uns da sehr zugute.“ 

Die Kunstzeche wiederum wird im Jubiläumsjahr die ersten Jazztage ausrichten. Dafür kam ihr nun ein Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro sehr gelegen. Thomas Grubert erklärte, dass man Ensembles um drei Top-Pianisten nach Penzberg hole und einen Frühschoppen mit Penzberger Musikern organisiere. 

Musikalisch ist auch das nächste geförderte Projekt: der Hoagart, der seit 18 Jahren von Max Kapfer organisiert wird. Durch die Spende in Höhe von 1.000 Euro will er nun auch etwas prominentere Volksmusik-Gruppen in die Stadthalle holen. Da der Eintritt zum Hoagart grundsätzlich frei ist „der Spendenhut alleine aber nicht für die Gagen der Musikanten reicht“, kann Kapfer nun etwas entspannter planen. 

Und noch einmal wird die Musik gefördert: Günther Pfannkuch erhielt 1.000 Euro für die Auftragskomposition „Magnifikat“, die Tonsetzer Holger Jung für das Jubiläumskonzert des Sinfonieorchesters im Pfaffenwinkel erarbeitet. Pfannkuch wies bei der Gelegenheit darauf hin, dass die Eintrittsgelder bei dieser Aufführung mit über 120 Sängern und Instrumentalisten nicht ausreichten, um „diesen erhöhten Aufwand abzudecken“. 

Ebenfalls 1.000 Euro stellt die Kulturgemeinschaft dem Trachtenverein Loisachtaler-Maxkron zur Verfügung, der seinen Nachwuchs mit Strohhüten ausstatten möchte. Wie Vorstand Josef Graßl sagte, würde man den Sonnenschutz gerne für den Festzug anschaffen. Zudem gelte es noch, ein Floß zu bauen, und durch die Vereinsfahne müsse restauriert werden. 

Weitere 1.000 Euro gehen an die Trachtlerkollegen der Birk‘nstoana. Wie Ingrid Schaffer bei der Spendenübergabe berichtete, habe man bei einer Durchsicht der Kleiderkammer festgestellt, „dass einige Stoffe über die Jahren arg in Mitleidenschaft gezogen wurden“. Da kann nun nachgebessert werden, um für die Feierlichkeiten „100 Jahre Loisachgau“ gewappnet zu sein. 

Auch die Volkshochschule wurde nicht vergessen: Deren Leiterin Katja Wippermann durfte 500 Euro für eine Schreib- und Erzählwerkstatt in Empfang nehmen. Dabei werden alteingesessene Penzber­ger über ihre Jugend in der Stadt befragt. „Dadurch kann gerade die junge Generation erfahren, wie die Zeit nach der Bergwerksschließung empfunden wurde“, erklärt Wippermann. 

Und schließlich nahm noch Siegfried Hirt vom Iffeldorfer Pfarrgemeinderat 1.500 Euro für die Nantesbucher Kirche entgegen. „Die Kanzel muss dringend saniert werden“, so Hirt, der darauf verwies, dass danach die zur Pfarrei Iffeldorf gehörende Kirche komplett renoviert sei. In Nantesbuch finden übrigens auch Veranstaltungen zum Stadtjubiläum statt, so ein Dorffest mit Führungen durch Vizebürgermeister Johannes Bauer, der als Organist dann auch die Orgel der Kirche zum Klingen bringt. arr

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