Bahnhofsareal: Stadt will Mieter aus ihren Wohnungen locken

Investor würde gerne einsteigen

Wie wird das Bahnhofsareal künftig aussehen? Darüber diskutieren nun Vertreter des Handels und des Denkmalvereins mit Stadträten und Stadtverwaltung.

Penzberg – Ein Bahnhof, der kein Bahnhof mehr zu sein scheint: Der Fahrdienstleiter ist weg, am Montag wird ein Video-Reisezentrum eröffnet. Das Bahnhofsareal in Penzberg befindet sich im Wandel. Und erste Pläne, wohin die Reise mit dem Bahnhofgebäude gehen soll, gibt es bereits.

Die Planungen rund um das Bahnhofsareal werden konkreter. Bevor am kommenden Donnerstag ein Treffen mit Vertretern des Gewerbevereins „Pro Innenstadt“, dem Denkmalpflegeverein und Stadträten stattfindet, landete das Thema in der Bürgerversammlung. Bürgermeisterin Elke Zehetner machte dabei unmissverständlich klar: „Der Bahnhof hat seine Funktion verloren.“ 

Die Rathauschefin reagierte damit auf eine Anfrage von Johannes Wirz, der wissen wollte, ob denn nach dem Abzug des letzten Fahrdienstleiters und der Umstellung auf ein videogesteuertes Reisezentrum nicht wenigstens die Wartehalle wieder geöffnet werden könne. „Oder müssen die Fahrgäste nun im Winter in der Kälte stehen?“ Zehetner versprach da keine Abhilfe und verwies stattdessen darauf, dass der Bahnhof nun funktionslos sei. „Es braucht jemanden, der sich um das Gebäude kümmert“, sagte sie und meinte damit wohl einen Investor. Ein Interessent hat der Stadt bereits ein Nutzungskonzept vorgelegt, wie aus Unterlagen aus dem Rathaus hervor geht, die im Bauausschuss präsentiert wurden. Dort steht auch vermerkt, dass das in Besitz der Stadt befindliche Gebäude zwischen Bahnhof und Post (Philippstraße 30) eventuell abgerissen werden soll, um dort Parkplätze zu schaffen. Auch das dürfte bei der Besprechung am Donnerstag zur Sprache kommen. Weiter, so versicherte Zehetner, habe man nichts geplant. 

Auf doppelte Nachfrage seitens des Denkmalpflegevereins im Rahmen der Bürgerversammlung betonte die Bürgermeisterin, dass man keine Einzelgespräche mit Bewohnern des Bahnhofs und des Gebäudes an der Philipp­straße 30 geführt habe, mit dem Ziel, den Mietern zu kündigen: „Wir veranlassen da gar nichts“, sagte sie. Stimmt aber nicht: Denn tatsächlich führte das städtische Liegenschaftsamt bereits solche Gespräche, wie betroffene Mieter dem Gelben Blatt bestätigten. Demzufolge wurden ihnen sogar schon alternative Wohnungen angeboten und gemeinsam mit Mitarbeitern des Rathauses besichtigt. Unabhängig davon wird am Montag das neue Video-Reisezentrum am Bahnhof eröffnet. Damit können Bahnkunden künftig eine neue Form einer persönlichen Reiseberatung inklusive Fahrkartenverkauf nutzen. la/tka

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