Entlastung für Eltern

In Benediktbeuern sollen umsonst bezahlte Kindergartenbeiträge zurückerstattet werden

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An der Grund- und Mittelschule Benediktbeuern wächst der Bedarf an Mittagsbetreuung stetig.

Benediktbeuern – In der jüngsten Beneditkbeurer Gemeinderatssitzung ging es unter anderem um Entlastungen für Familien im Klosterdorf. Eltern von Kindergartenkindern dürfen mit der Rückerstattung der umsonst bezahlten Beiträge während der coronabedingten Schließung der Betreuungseinrichtung rechnen. Auch für Eltern, die ihre Schulkinder in der Mittagsbetreuung angemeldet haben, gibt es gute Nachrichten: Trotz deutlich gestiegener Anmeldezahlen muss niemand mit einer Absage rechnen.

Um eine Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern, blieben die Kinderbetreuungseinrichtungen auf Anordnung des Freistaats ab März für drei Monate geschlossen. Wie in anderen Kommunen auch, mussten Benediktbeurer Eltern die Beiträge allerdings weiterhin zahlen. Gemeinderätin und Familienbeauftragte Dorothea Bugl (FBM) wollte nun Klarheit darüber, ob die Kindergartenbeiträge für März bis Mai zurückerstattet werden. Bürgermeister Anton Ortlieb bejahte dies, allerdings mit der Einschränkung, dass nur Eltern, welche die Notbetreuung an keinem Tag in Anspruch genommen haben, mit der Rückzahlung rechnen können. Neben den gemeindlichen Kindergärten in Benediktbeuern und Bichl, werde auch der Don Bosco Kindergarten Beiträge rückerstatten. Kämmerer Florian Hlawatsch ergänzte, dass die Gemeinde hierbei in Vorleistung gehe und der Freistaat im Oktober seinerseits einen pauschalen Beitragssatz begleiche. 

Bugl erkundigte sich zudem nach den Planungen für die Mittagsbetreuung an der Grund- und Mittelschule, die sich neben ausreichend Räumlichkeiten auch auf die Küche beziehen. „Dies ist ein Thema des Schulverbands“, erklärte Ortlieb. Der Rathauschef kündigte jedoch an, man werde sich zeitnah zusammensetzen und klären, was konkret gebraucht werde. Da die wachsende Nachfrage nach Mittagsbetreuung finanzielle Investitionen nach sich ziehe, die einer langfristigen Planung Stand halten müssten, werde darüber zunächst in nicht-öffentlicher Sitzung beraten. Laut Ortlieb wurden zum Start des neuen Schuljahres „deutlich über 100 Anmeldungen angenommen“. Der Bürgermeister erklärte auf Nachfrage von Sandra Rauchenberger (FBM), dass man auch den zwanzig Neuzugängen nicht absagen müsse. cw

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