Hallo mit Hühnern

Freilichtmusem Glentleiten öffnet am 19. Mai

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Endlich wieder zu besichtigen: die Wetzsteinmacherei und andere historische technische Anlagen an der Glentleiten.
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Schön, schwarz und sehr selten: Augsburger Hühner, die nun an der Glentleiten picken, gackern und Eier legen.

Großweil – Das Gelände sah in den vergangenen Wochen wahrlich verlassen aus. Die historischen Bauten wirkten so unbelebt und vereinsamt, noch mehr aus der Zeit gefallen als gewöhnlich, nur das Vogelgezwitscher drang über die weitläufigen Fluren.Das ist jetzt aber bald vorbei, denn am kommenden Dienstag öffnet das Freilichtmuseum wieder seine Pforten.

Die weitläufigen Fluren spielen dem Museumsteam nun in die Karten, denn so können die Besucher „mit gebührendem Abstand zueinander die historischen Gebäude, Gärten, Wälder und Weiden genießen“, freut sich Museumsdirektorin Monika Kania-Schütz, für die „die Sicherheit des Publikums und der Mitarbeiter höchste Priorität hat“. Und wenngleich die Museumsluft an der Glentleiten zum großen Teil Frischluft ist, musste für die Wiedereröffnung ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept entwickelt werden, dank diesem das Museum aber nun wieder öffnen darf, zunächst von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr, ab Juni sogar täglich. Veranstaltungen, Führungen und Kinderprogramme finden bis voraussichtlich 30. Juni jedoch nicht statt, auf größere Veranstaltungstage brauchen sich Besucher bis mindestens 31. August nicht zu freuen. 

Freuen kann sich das Publikum jedoch auf die neue Ausstellung „Utopie Landwirtschaft“ in der Zollingerhalle, die bis einschließlich 12. Juli geöffnet sein wird. Und auch die Sonderschau „Eine neue Zeit – die Goldenen Zwanziger in Oberbayern“ ist noch bis 14. Juni zu besichtigen. Die meisten historischen Gebäude können ebenfalls besichtigt werden, in manchen Fällen muss dort aber eine Einbahnregelung eingehalten werden, des erforderliche Mindestabstandes wegen. Häuser, in denen das Anfassen nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist, darunter das „Haus zum Entdecken“, bleiben vorerst geschlossen. Wenn schon nichts angefasst werden soll, so dürfte es kaum verwundern, dass auch museumspädagogische Angebote, welche Aktivitäten mit den Händen fordern, erst einmal nicht auf dem Programm stehen. Damit sich die Kinder nicht langweilen, haben sich die Museumspädagoginnen aber etwas einfallen lassen: eine Rätselrallye über das Museumsgelände. 

Wenngleich nicht so viele Menschen wie gewohnt auf das Gelände und in die Gebäude können, so ist es dann dennoch vorbei mit der Ruhe, woran sich die Tiere, die gerade auf den Wiesen grasen, wohl erst einmal gewöhnen müssen. Auch heuer weiden wieder Rinder der Gattung Murnau-Werdenfelser sowie Waldschafe auf den Flächen des Freilichtmuseums. Doch sie sind nicht mehr unter sich, nun gackern auch Augsburger Hühner an der Glentleiten, und auch Schwarze Alpenschweine dürfen dort nun grunzen. „Beide Rassen gelten als extrem in ihrem Bestand gefährdet“, betont Pressesprecherin Melanie Bauer. 

Am Tag der Wiedereröffnung des Freilichtmuseums können im Freien aber nicht nur Tiere betrachtet, sondern auch Brotzeiten genossen werden, wenn die Biergärten auf dem Gelände zu einer Rast einladen. Die Glentleitner Wirtschaft & Brauerei öffnet jedoch erst eine Woche später am 26. Mai. ra

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