Gesichter statt Tüten

Nach Wochen des Lockdowns: Penzberger Stadtbücherei darf wieder öffnen

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Bald Geschichte: Die Medientüten der Stadtbücherei.

Penzberg – So ganz geschlossen war die Stadtbücherei auch während des Lockdowns nicht. Denn die Ausleihe lief weiter, dank Medientüten auf Bestellung, die selbst dann noch gepackt wurden, als die kontaktlose Ausleihe verboten wurde. Am kommenden Dienstag öffnet die Bücherei in der Rathauspassage nun wieder ihre Türen.

Um 10.30 Uhr soll der Schlüssel umgedreht werden. Katrin Fügener kann diesen Moment kaum erwarten, sie möchte endlich wieder Leser zu Gesicht bekommen. „Wir freuen uns sehr“, sagt die Stadtbücherei-Leiterin. 

Zwar ist das Team dann zu den gewohnten Öffnungszeiten da, doch das Angebot ist eingeschränkt. Medien wie Bücher, Spiele, Comics und CDs können ausgeliehen und zurückgegeben werden und auch wissenschaftliche Literatur lässt sich über die Fernleihe bestellen. Gelegenheit bekommen aber nur einige Leser, denn um die Hygieneregeln einhalten zu können, „ist die Zahl der Besucher ebenso begrenzt wie die Aufenthaltsdauer“, teilt Fügener mit. Um Lesern die rasche Auswahl zu erleichtern, gibt es mehrere kleine Ausstellungen mit zahlreichen Bücher, welche die Stadtbücherei neu in ihr Repertoire aufgenommen hat. 

Da die Mitarbeiter dazu angehalten sind, Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden, ist die Ausleihe ausschließlich über Selbstverbucher und mit gültigem Leserausweis möglich. Nicht möglich ist dagegen das Recherchieren am Rechner, das Vorbereiten von Referaten oder ein gemütliches Beisammenhocken, denn die Computerarbeitsplätze und die Arbeitstische dürfen noch nicht genutzt werden und das Lesecafé muss noch geschlossen bleiben. 

Und was die Medientüten betrifft: Diese können nur noch bis einschließlich Montag, 11.Mai, im Kaufhaus RID 2 abgeholt werden, denn wenn die Stadtbücherei ihre Türen wieder aufschließt, werden keine Papiertaschen mehr gefüllt.  ra

Weitere Informationen gibt es unter www.buecherei-penzberg.de oder unter Telefon 08856/813 750.

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