Raumproblem der Feuerwehr

Falsch verstanden

Penzberg - Der Umstand, dass der Umbau der Layritz-Halle in ein Blaulichtzentrum auf der Prioritätenliste des Stadtrates nicht ganz oben steht, hat bei der Feuerwehr sofort das Martinshorn aufheulen lassen.

In einem Leserbrief kritisierte Zugführerin Simone Abt in deutlichen Worten, dass die Kommunalpolitik ihrer Ansicht nach die Feuerwehr schon seit Jahren stiefmütterlich behandele und die dringend erforderliche Erweiterung des Gerätehauses immer wieder auf die lange Bank schob. In einem Gespräch mit Vertretern der Floriansjünger versuchte Bürgermeisterin Elke Zehetner nun diese Vorwürfe zu entkräften.

„Da ist was ordentlich falsch verstanden worden“, sagte Zehetner mit Blick auf die Prioritätenliste. Die Verlagerung der Feuerwehr und der anderen Rettungsorganisationen sei keineswegs auf die lange Bank geschoben. „Dieses Thema ist für mich noch genauso wichtig wie vor Erstellung der Prioritätenliste“, so Zehetner. Nur gebe es eben Projekte wie den Umzug der Musikschule, die schneller zu realisieren sind. Mit dem Umbau der Layritz-Halle will Zehetner „spätestens Mitte der nächsten Legislaturperiode“ beginnen, das wäre dann im Jahr 2023. Bis dahin werde man sich noch am bisherigen Standort behelfen müssen, sagt Jack Eberl, Feuerwehrreferent des Stadtrates. Ihm sind die räumlichen Probleme im Gerätehaus natürlich bestens bekannt, als Stadtrat sagt er aber auch: „Vor dem Umbau der Layritz-Halle noch viel Geld in eine Erweiterung der Fahrzeughalle zu stecken, macht wenig Sinn.“ Allerdings werde man in den kommenden Wochen intern versuchen, die prekäre Raumsituation zu entzerren, so sollen etwa Teile der Atemschutzabteilung in den Keller verlagert werden. Zwar bedauert auch Eberl, dass man mittlerweile „seit 15 Jahren“ über eine Vergrößerung des Gerätehauses ergebnislos diskutiere, er betont aber auch, dass die Forderungen der Feuerwehr nach technischer Ausrüstung bisher von der Stadt immer erfüllt worden seien. „Und daran wird sich auch nichts ändern. Wenn die Feuerwehr was braucht, wird der Stadtrat auch weiterhin den Geldbeutel aufmachen“, erklärt Zehetner. la

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