Barfuß und mit Butterbreze

Nachbarschaftshilfe organisiert in Antdorf mehrtägiges Betreuungsangebot für Kinder

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Sorgt sich nicht nur um die Senioren, sondern auch um die Kinder: Brigitte Piechula (vorne rechts), Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, beim Mittagstisch für Ältere aus Antdorf und Umgebung im vergangenen Jahr.

Antdorf – Es sind nur ein paar Tage, doch diese können ungemein viel bedeuten, Eltern wie Kindern. Weil der Kindergarten vor Ort und auch viele umliegende Einrichtungen in den Sommerferien für einige Zeit schließen, hat die Nachbarschaftshilfe in Antdorf nun eine fünftägige Kinderbetreuung auf die Beine gestellt und sich dazu fachmännische Hilfe geholt.

 Viele Eltern haben ihren Jahresurlaub bereits für die Zeit der corona­bedingten Schließung der Kindergärten vor ein paar Monaten verbraten. Manche Mütter und Väter haben aber auch schlichtweg nicht die Möglichkeit, den Jahresurlaub in die Sommerferien zu legen. Das weiß Brigitte Piechula, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Antdorf, genau. Immerhin kennt sie Vereinskolleginnen, die Mütter junger Kinder sind. Vom 17. bis 21. August bietet die Nachbarschaftshilfe daher nun eine Kinderbetreuung an, wobei jeweils in zwei Schichten betreut wird, von 8 bis 12.30 Uhr und von 11.30 bis 16 Uhr. Eltern zahlen für eine Halbtagsbetreuung fünf Euro, für eine Ganztagsbetreuung acht Euro. Günstige Konditionen, bedenkt man, dass nicht nur die Ehrenamtlichen an der Betreuung beteiligt sind, sondern auch eine Kinderschwester, „die uns fachlich unterstützt“, freut sich Piechula. Bislang wurden sieben Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren angemeldet. Wenige Plätze sind noch frei. Geplant sind Ausflüge, etwa auf den nahegelegenen Spielplatz, zum Barfußweg oder auf das etwas weiter entfernte Gut Aiderbichl. Darüber hinaus wird viel gespielt und auch gebastelt. „Es kommt auf das Wetter an“, betont die Vorsitzende. 

Auch ein Mittagessen ist in der Betreuung mitinbegriffen. Entweder kochen die Betreuer für die Kinder im großräumigen ASV-Heim oder es geht mit dem Picknickkorb, gefüllt mit gesunden Snacks und frischem Obst, nach draußen. Auch ein Grilltag ist geplant. Und jeden Vormittag gibt es Butterbrezen zur Stärkung. Insgesamt werde auf „kindgerechtes Essen“ geachtet, so Piechula, die ein derartiges Angebot, das die Nachbarschaftshilfe erstmalig organisiert, in Zeiten von Corona als notwendig erachtet. An ein Ferienprogramm habe sich in Antdorf heuer nämlich niemand rangetraut, so die Engagierte. 

Besonders wichtig war Piechula, dass das Angebot für jede Familie finanziell ohne Probleme zu stemmen ist. „Wir wollen nichts daran verdienen und keine Belastung, sondern eine Hilfe sein“, betont sie. Interessierte, die ihr Kind im Alter zwischen drei und zehn Jahren noch anmelden möchten, erhalten weitere Informationen dazu bei Brigitte Piechula unter 0173/2741060. ra

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