Bewusst leben lernen

Fokus auf morgen: Zentrum für Umwelt und Kultur stellt neues Bildungsprogramm vor

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Denken heute schon an morgen: Doris Linke, Pater Karl Geißinger, Florian Schuster, Martin Blösl, Martin Malkmus und Matthias Fischer (von links) stellten das neue und zukunftsgewandte ZUK-Bildungsprogramm vor.

Benediktbeuern – „Wir sind als Bildungseinrichtung für die Region wichtiger denn je, denn der Klimawandel macht auch vor unserer Haustüre nicht halt“, findet Pater Karl Geißinger, Rektor des Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK). 

Weil weder Kinder und Jugendliche noch Erwachsene sich ausschließlich durch Verzicht und schlechtes Gewissen zu einem klima- und umweltschonenden Lebensstil bewegen lassen, setzt das ZUK-Bildungsteam nun auf Kurse, die Spaß machen, einen zum Staunen bringen und den Mehrwert eines bewussten Lebensstils erlebbar machen.

Im neuen Bildungsprogramm finden sich über 100 verschiedene Veranstaltungen zu vier Schwerpunkten. „Aktiv für morgen“ heißt einer davon, zu dem unter anderem eine fünfteilige Kursreihe über klimagerechtes Handeln für mehr Lebensqualität und eine bessere Kohlenstoffdioxidbilanz gehört. Die Kursteile zu den Handlungsbereichen Ernährung, Mobilität, Freizeitverhalten, Konsum sowie Bauen und Wohnen sind dabei auch einzeln buchbar. Reparieren statt wegwerfen ist die Idee hinter dem Reparaturcafé, in dem man im dreimonatigen Turnus das Leben von Alltagsgegenständen aus Holz, Textil, Elektronik und Metall unter fachkundiger Anleitung verlängern kann. Angespornt durch die Fridays-for-Future-Bewegung wurde zudem ein neues Format aufgelegt, nämlich eine Jugendkonferenz. Unter dem Motto „Future now!“ können 16- bis 27-Jährige Ideen spinnen, Netzwerke knüpfen, aktiv anpacken und Gleichaltrige von einer nachhaltigen Lebensgestaltung überzeugen. Inhalt und Form der Konferenz sind nicht vorgegeben, sondern sollen bei einem Vorbereitungswochenende von 27. bis 29. März mit Jugendlichen entwickelt werdend. An jüngere Teilnehmer richtet sich das Angebot „Philosophieren mit Kindern“, wohingegen das beliebte BeneCulture-Festival im Mai allen Generationen „Zeit zum Fairlieben“ verschaffen will. 

Der zweite Schwerpunkt widmet sich der „Praktizierten Schöpfungsverantwortung“ und lädt unter anderem zu Gartenbesinnungstagen sowie Wasserexerzitien auf der Insel Wangerooge ein. Den Fokus auf Vielfalt legt der dritte Schwerpunkt unter anderem im November mit einem Landwirtschaftstag, ein weiteres Novum im Programm. Gemeinsam mit örtlichen Vertretern aus Landwirtschaft, Naturschutz und Behörden soll es einen Austausch und Diskurs darüber geben, wie Artenvielfalt im Grünland gelingen kann. 

Unter dem vierten Schwerpunkt „Unsere Klassiker“ finden sich schließlich beliebte Angebote wie Fledermausexkursionen, Vogelstimmenkonzerte und Sensologenkurse, aber auch Wasserangebote wie ökologisch vertretbare Boots- und Floßfahrten auf der Isar. Auch ein weiteres Highlight darf hier nicht fehlen, nämlich die Vater-Kind-Wochenenden, die es auch in der Mutter-Kind-Version gibt. Die ersten Anmeldungen hierfür liegen schon vor. Die gemeinsame Zeit mit den eigenen Kindern, respektive mit den im Alltag so eingespannten Elternteilen, das Erleben von Ruhe und Natur in einer Selbstversorgerhütte findet so viel Anklang, dass das Angebot nun sogar um einen Termin im Winter ergänzt wurde. Je nach Schneelage wird der Weg die Vater-Kind-Gespanne dann auf eine Berghütte in der Umgebung führen. cw 

Das Bildungsprogramm liegt im Kloster, im ZUK, in den Tourist-Informationen sowie in den Sparkassen und VR-Banken aus und ist darüber hinaus im Internet unter www.zuk-bb.de zu finden. 16- bis 27-Jährige, die an der Jugendkonferenz teilnehmen möchten, können sich bei ZUK-Referentin Doris Linke (doris.linke@zuk-bb.de) anmelden.

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