Erlen und Ulmen statt Fichten

Neben dem Strangenweiher wurden 500 kleine Laubbäume gepflanzt

Ein Beitrag für den ökologischen Waldumbau: Josef Eggersberger, Georg Goldhofer, Andreas Wowra, Ofal Hagel und Elke Zehetner (von links).

Penzberg – Georg Goldhofer ist zufrieden: „Der ökologische Umbau des Waldes auf Gut Hub kommt gut voran“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung Weilheim. Jetzt wurde dieses Unterfangen von ungewohnter Seite untersützt: Der Fahrradhändler Multicycle hat für jedes in seiner Penzberger Filiale verkauftes Zweirad einen Baum gespendet, Und so wurden am Dienstag westlich des Strangenweihers auf einer 2.000 Quadratmeter großen Flläche 400 Erlen und 100 Flatterulmen in den Boden gesetzt.

Wer mal sehen möchte, was Sturm und Borkenkäfer in einem Wald so alles anzurichten vermögen, der ist hier genau richtig: Weite Teile der Fläche sind Ödland, überall stehen Stämme, deren Spitze abgeknickt ist. Dort, wo Josef Eggersberger an diesem warmen Novembervormittag einen Setzling nach dem anderen in den weichen Untergrund drückt, standen früher nur Fichten. „Eine reine Monokultur“, sagt Goldhofer. Hinzu komme, dass Fichten für den feuchten Untergrund neben dem Strangenweiher nicht geeignet sind. Deshalb habe man sich bei der Nachpflanzung für Erlen und Ulmen entschieden, die hier optimale Voraussetzungen vorfinden. Goldhofer weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass man in den vergangenen Jahren auf dem 89 Hektar großen Gelände, das sich im Besitz der Stadt Penzberg befindet, sukzessive die Fichtenbestände reduziert und durch Laubbäume ersetzt habe. „Die wurzeln auf diesem Boden viel tiefer und sind deshalb bei Sturm auch standhafter“, betont Penzbergs Kilmaschutzmanager Andreas Wowra.

Bürgermeisterin Elke Zehetner freute sich über die Spende und erklärte, dass damit in diesem Jahr bereits 2.500 Bäume auf öffentlichen Flächen in Penzberg gepflanzt worden seien. Auch erklärte sie bei der Gelegenheit, weshalb der Stadtrat das Angebot von „Penzberg hilft“ zur Anpflanzung von 100 Streuobstbäumen abgelehnt habe: „Da wäre der Pflegeaufwand viel zu groß gewesen.“ Neben dem Strangenweiher könnten die Erlen und Ulmen aber einfach vor sich hin wachsen.

Und die Stadt kann sich auch nächstes Jahr auf neue Bäume von Multicycle freuen. „Die Aktion läuft 2020 weiter“, sagte Filialleiter Olaf Hagel. Im Rahmen von „Jedes Bike ein Baum“ lässt das Unternehmen mit 14 Filialen heuer bayernweit insgesamt 17.400 Bäume pflanzen.la

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