Filigran bis in die Wohnung

Bereit fürs Breitband: Glasfaseranschluss für 23 Haushalte an der Gustavstraße fertiggestellt

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Glasfaser ins Haus und Glasfaser im Haus: Dank Michael Futterknecht (rechts) von den Stadtwerken und Markus Kleinen von der Wohnbau Weilheim können die Mieter an der Gustavstraße 5 künftig auf volle Bandbreite setzen.

Penzberg – Es gibt wohl nicht viele, die glückselig lächeln, wenn sie über die trockene Materie Glasfasertechnik sprechen. Michael Futterknecht von den Stadtwerken ist so ein Zeitgenosse, der von innen heraus strahlte, als für das Neubauprojekt an der Gustavstraße alle Glasfaserkabel verlegt waren.

Gerade einmal 750 Euro musste die Wohnbau Weilheim den Stadtwerken bezahlen, damit diese den Glasfaseranschluss für das neue Gebäude an der Gustavstraße 5 legen. Richtig Geld verdienen die Stadtwerke dann „über den Netzbetreiber“, von dem sie eine „anteilige Pacht“ erhalten, wie Futterknecht erklärte. Platz ist für zwei Betreiber, einen gibt es bereits, die Firma komro aus Rosenheim. Und diese sorgt dafür, dass die künftigen Mieter, sobald diese am 1. März den Neubau beziehen, fernsehen, telefonieren und surfen können. 

Die meisten Wohnungen, nämlich 20 von 23, „sind schon fest vermietet, und zwar alle an Penzberger“, sagt Markus Kleinen der Geschäftsführer der Wohnbau Weilheim. Wer dort einzieht, oblag nicht Kleinen, sondern der Stadt, und die hat die neuen Mieter „mit Bedacht gewählt“, betont Bürgermeisterin Elke Zehetner. Immerhin handelt es sich um Wohnungen, die allesamt barrierefrei und darüber hinaus staatlich gefördert sind. 

Mit Bedacht wurde aber auch der Glasfaseranschluss gelegt, bis in den Kellerraum des Neubaus, wo Futterknecht nun neben einem kleinen grauen Kasten steht, in dem die schmalen gelben Kabel münden. Neben dem Kasten findet sich ein weiterer. „Wir haben im Haus ebenfalls Glasfaser verlegt, keine Kupferkabel“, kommentiert Kleinen den zweiten Kasten. Das sei nun einmal der Stand der Technik, und so könne nun jeder Mieter, sofern gewünscht, „die volle Bandbreite haben“, grinst Futterknecht, dessen großes Ziel „ein Glasfaseranschluss für jedes Haus in Penzberg ist“. Und daran arbeiten die Stadtwerke ganz fleißig. Allein in den Jahren 2018 und 2019 haben sie 100 Glasfaseranschlüsse im Wohngebiet an der Freiheit verlegt. Dass sich so viele Haushalte für einen derartigen Anschluss entschieden haben, freut Futterknecht. „Eine Abnahmerate, die uns Riesenspaß macht“, wie er sagt. Hinzu kommen aber noch weitere Glasfaseranschlüsse, zum Beispiel gehen 30 noch in diesem Jahr an der Wankstraße samt Nebenstraßen in Betrieb. 

Geht es um den Ausbau des Glasfasernetzes, nutzt Futterknecht auch gerne mal die Gelegenheit, im Rahmen von Maßnahmen des generellen Entwässerungsplans auch Glasfaseranschlüsse in den Boden zu setzen, wenn der Asphalt ohnehin bereits geöffnet ist. „Dort, wo ein Loch im Boden ist, legt Futterknecht ein Kabel rein“, grinst Rathauschefin Zehetner. Das aber sei eine Arbeit, die mitunter auch „ganz filigran und im Bau empfindlich ist“, meint der Glasfaser-Fachmann, als er die Kabel im Kellerraum an der Gustavstraße 5 zwischen seine Finger nimmt und von der feinen „Handarbeit“ schwärmt. ra

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