Penzbergs Neue Mitte

Die Neue Mitte kann kommen

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Penzberg - Die Zahl der Stellplätze für das Neubauprojekt an der Sigmundstraße wurde angehoben. Jetzt scheint es mit der Neuen Mitte voran zu schreiten.

Die Hausaufgaben wurden gemacht: Die Architekten von Penzbergs so genannter Neuer Mitte, dem millionenschweren Neubauprojekt in der Sigmundstraße, haben die Planungen hinsichtlich der Stellplätze noch einmal überarbeitet. Damit erhielt das Vorhaben neben der Christkönig-Kirche nach mehreren Diskussionsrunden zumindest das Plazet des Bauausschusses. Wie mehrfach berichtet, war die Zahl der Stellplätze der Knackpunkt des Projekts. Zu knapp bemessen waren die Parkplätze auf dem Areal, auf dem 21 Etagenwohnungen, zwei exklusive Penthousewohnungen sowie zehn Gewerbe- und Geschäftsräume entstehen sollen. Auch bei einer für die Investoren großzügigeren Auslegung der Stellplatzsatzung - etwa über die Ausweisung von Wohnungen als Seniorenwohnungen, die weniger Stellplätze benötigen - ging die Rechnung bislang nicht auf. Die Planer wurden wieder zurück ans Reißbrett geschickt. Und dort entdeckten sie zuletzt offensichtlich doch noch Spielraum bei der Planung. Denn plötzlich lagen dem Ausschuss nun modifizierte Pläne vor, die ohne große Diskussion durchgewunken wurden. In der aktuellen Fassung kommen in der Tiefgarage 40 Parkplätze unter, oberirdisch finden sich weitere 18 Stellplätze, insgesamt also 58. Durch eine Modifizierung konnte dennoch die Durchfahrtsbreite der Zufahrt zum Areal auf 5,50 Meter ausgedehnt werden. Wenn hier nun Autos an der Wand entlang parken, könnten dort weitere Stellplätze geschaffen werden, ohne die Durchfahrt bei einer verbleibenden Breite von 3,20 Meter zu behindern, was im Bauausschuss wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Zumal Stadtbaumeister Justus Klement („auch wenn das fürs Auge immer noch keinen Sinn macht, geometrisch passt es“) betonte, dass diese Zufahrt nur von kleineren Lkw benutzt werde, um den im City Center liegenden Drogeriemarkt zu beliefern. Obwohl es dann nur noch 57 Stellplätze gebe, werden die Vorgaben der Satzung erfüllt, die für dieses Projekt 51 Stellplätze vorsieht. Es bleibt also ein Überhang von sechs Parkplätzen. Und das hält so mancher im Ausschuss auch für bitter nötig. Denn Nikolaus Lutz (BfP) etwa glaubt nach wie vor, dass die elf Altenwohnungen in der Praxis schon bald reguläre Appartements würden. Mit der Folge, dass dann eigentlich auch mehr Stellplätze erforderlich sind. „Wir müssen das unbedingt im Auge behalten“, warnte er. Roland Wagner (CSU) regte an, die Dienstbarkeit, die für den Lieferweg auf dem Grundstück besteht, weiter aufrecht zu erhalten. Auch wenn aktuell die Belieferung des Drogeriemarktes ohne große Probleme ablaufe, „wissen wir ja nicht, was in zehn Jahren dort passiert“, so Wagner. Am Ende erkannte der Ausschuss gegen die Stimme von Wagner den Stellplatznachweis an - eine Voraussetzung, um für das Projekt den Satzungsbeschluss zu erhalten, der wiederum den Weg für den Neubau freimacht. Diesen Beschluss muss nun aber der Stadtrat fassen. arr (mehr in der Printausgabe am Samstag)

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