Rosenheim ruft

Neuer Polizeichef gesucht: Leiter Jan Pfeil verlässt Penzberg

Penzberger Polizeichef: Erster Hauptkommissar Jan Pfeil ist zufrieden mit der Sicherheit in seinem Dienstbereich
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Penzberger Polizeichef: Erster Hauptkommissar Jan Pfeil leitete acht Jahre die Inspektion in Penzberg.
  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
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Penzberg – Die Polizeiinspektion Penzberg braucht einen neuen Leiter: Jan Pfeil wechselt zum 1. August ins Polizeipräsidium nach Rosenheim.

Vor genau acht Jahren erklomm Jan Pfeil die nächste Stufe auf seiner Polizeikarriere: Am 1. August 2013 übernahm er die Leitung der Penzberger Inspektion von Harald Bauer, der als Chef nach Weilheim wechselte. Pfeil kam damals von der Weilheimer Fahndung. Acht Jahre später heißt es für den heute 50-jährigen Pfeil beruflich umzuziehen.

Er arbeitet ab 1. August in Rosenheim. Am dortigen Polizeipräsidium Oberbayern Süd als Vertreter und Ansprechpartner von rund 3000 Kollegen im Dienstbereich. Pfeil, der schon einige Jahre im Personalrat saß, wurde heuer nach der Personalratswahl am 22. Juni von dem Gremium zum stellvertretenden Vorsitzenden erkoren. Die kommenden fünf Jahre kümmert er sich nun als freigestellter Personalrat um die Belange der Kollegen.

„Polizeichef zum Anfassen“

Auf seine Zeit in Penzberg blickt der Erste Polizeihauptkommissar gern zurück. Die Inspektion (35 Beschäftigte im Sollbetrieb) deckt acht Gemeinden, 193 Quadratkilometer Fläche und rund 34.000 Einwohner ab. „Man bearbeitet hier das volle Spektrum“, sagt Pfeil im Rundschau-Gespräch – vom Familienstreit bis hin zu „schönen Momenten“, wenn die Polizei als Freund und Helfer agieren kann.

Man bearbeitet hier das volle Spektrum

Jan Pfeil über die Polizeiarbeit in Penzberg

Der gebürtige Wolfratshauser Pfeil hat die Menschen in der Region schätzen gelernt. Er spricht von einer Gegend, in der man „miteinander lebt und arbeitet“. Und vor allem: Die Bürger hier „haben im Großen und Ganzen doch Respekt vor der Polizei, sie sehen auch den Menschen im Polizisten“, sagt Pfeil, der seit 1990 bei den Ordnungshütern arbeitet und sich selbst als „Polizeichef zum Anfassen“ bezeichnet.

Pfeils besondere Polizeieinsätze

In all der Zeit sind bei ihm besondere Einsätze hängengeblieben. „Beeindruckend“ waren für den langjährigen Polizeichef die Feierlichkeiten 2019 zum 100-jährigen Stadtjubiläum von Penzberg: „Das war unheimlich friedlich.“ Persönlich „ein herausragendes Ereignis“ in seiner Karriere war der G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau. Pfeil war damals Leiter der „Führungsgruppe Nacht“ im Bereich Garmisch. Im Gedächtnis geblieben sind allerdings auch tragische Ereignisse.

Bei Unfällen mit Todesfällen hatte Pfeil als Dienstellenleiter die traurige Aufgabe, die Angehörigen zu verständigen. „Das ist die schlimmste aller Aufgaben“, sagte er. „Das berührt einen auch menschlich.“ Doch es gab Einsätze, die gut taten. Im Mai vergangenen Jahres gegen 5.30 Uhr nahm er höchstpersönlich einen polizeilich gesuchten Lamborghini-Fahrer auf der B472 bei Habaching fest. Der Mann raste mit Tempo 255 über die Bundesstraße. Als die Handschellen klickten, war Pfeil zufrieden.

Nachfolge noch unklar

Der 50-Jährige freut sich auf seine künftige Aufgabe: „Das ist eine neue Herausforderung.“ Dass er die Kollegen in Penzberg verlässt, tut jedoch schon ein bisserl weh. Pfeil erwähnt das „absolut kollegiale Miteinander“ und das „super Betriebsklima“. Aber ganz so schwer wird ihm der Abschied nicht gemacht, denn der scheidende Inspektionsleiter ist ja als Personalrat nicht aus der Welt.

Wer sein Nachfolger als Penzberger Polizeichef wird, ist noch unklar. Vorerst wird Pfeils bisherige Stellvertreterin Susanne Kettl die Position kommissarisch übernehmen. Interims-Vize ist dann Rolf Neubauer.

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