Ein neuer Rekord

Hannis Eismärchen lockte über 17.000 Kufenflitzer auf den Stadtplatz

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Ohne das Helferteam wäre das Eismärchen keines mit einem guten Ende geworden: Bürgermeisterin Elke Zehetner dankte der Mannschaft, allen voran Alexander Bergel (rechts) vom Bauhof.

Penzberg – „Nein“, sagt Alexander Bergel, „einen weiteren Tag hätte das Eis auf dem Stadtplatz nicht mehr überstanden.“ Das lag aber nicht nur an der strahlenden Sonne und den ungewohnt warmen Temperaturen, sondern auch daran, dass sich Hannis Eismärchen einmal mehr als Publikumsmagnet erwies.

Am Ende der 37 Tage hatten exakt 17.366 Schlittschuhläufer auf dem Stadtplatz ihre Runden gedreht – so viele wie noch nie und um rund 1.000 mehr als im Vorjahr. Bürgermeisterin Elke Zehetner stand die Zufriedenheit denn auch ins Gesicht geschrieben, als sie am Sonntag um 18 Uhr zum Finale noch einmal aufs Eis ging. „37 Tage, die so viel Freude bereitet haben“, rief sie strahlend ins Mikrofon. Für sie steht jedenfalls fest: Zu dieser Jahreszeit gebe es keine bessere Belebung des Stadtplatzes als durch Hannis Eismärchen. Was sie aber wunderte: „Die Unmengen an Fundsachen.“ Wie wohl jene nach Hause gelangt sein mögen, die paarweise ihre Schuhe zurückgelassen haben? Für eine Eisläuferin der Solidarität lag die Antwort auf der Hand: „Entweder barfuß oder eben gleich mit den Schlittschuhen.“ Elke Zehetner jedenfalls appellierte an die Penzberger, in den kommenden Tagen nochmals genau nachzusehen, ob nicht doch ein Handschuh, eine Mütze oder ein Schal fehlt. Das alles könne im Fundbüro des Rathauses abgeholt werden. Dort lagern auch ein Longboard und ein Motorradhelm, die ebenfalls im Eismärchen-Zelt zurückgelassen wurden. Und wie Alex­ander Bergel mit breitem Grinsen erzählte, wurde sogar ein Schulranzen zurückgelassen. Der aber wurde umgehend abgeholt – wohl zum Leidwesen dessen, der gehofft hatte, während der Ferien ums Lernen herumgekommen zu sein. 

Viel Applaus gab es nochmals für die Eisläufer der Solidarität unter Leitung von Daniela Koller. Sie durften die letzten Kurven drehen und begeisterten mit ihrer Choreographie zum Song „Lollipop“. Dann wurde die Kühlung abgestellt, und das Eismärchen begann wegzutauen. 

Nun wartet Elke Zehetner auf die Auswertung einer Lärmmessung, die nach Anwohnerprotesten angeordnet wurde. Doch scheint es hier im Wortsinn ruhiger geworden zu sein – auch weil ein „Limiter“ in die Beschallungstechnik eingebaut wurde, um den maximal zulässigen Dezibelwert nicht zu übersteigen. Eindrucksvoll liest sich die bereits jetzt vorliegende Besucherbilanz: Unter den 17.366 Kufenflitzern befanden sich 3.566 Erwachsene, 10.597 Kinder ab sechs Jahren, 1.406 Zwerge bis fünf Jahre sowie 1.797 Schüler, die im Rahmen des Unterrichts ihre Runden drehten. dd

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