Einstimmiges Votum im Verwaltungsrat

Neuer Vorstand für Penzberger Stadtwerke: André Behre kehrt zurück

Der neue Penzberger Stadtwerke-Vorstand André Behre schaut in die Kamera.
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André Behre wird neuer Vorstand des Kommunalunternehmens.

Penzberg – Die Stadtwerke Penzberg bekommen zum Januar einen neuen Chef: André Behre wird Vorstand des Kommunalunternehmens (KU). Darauf verständigte sich der Verwaltungsrat einstimmig.

Die Neubesetzung des Vorstandspostens war notwendig geworden, weil KU-Chef Josef Vilgertshofer (57) nach vier Jahren an der Spitze seinen Fünf-Jahres-Vertrag zum Oktoberende gekündigt hatte (Rundschau berichtete). Über seine Nachfolge war wild in der Penzberger Gerüchteküche spekuliert worden. Gar so mancher Stadtrat hatte seine Ambitionen nicht verhehlen können. Am Ende wurde es aber keine politische, sondern eine fachliche Lösung: Mit dem 46-jährigen André Behre wurde ein ausgewiesener „Stadtwerker“, so das Rathaus, vom Verwaltungsrat bestellt. Die Entscheidung fiel am 5. Oktober hinter verschlossener Tür einstimmig. Bis zum Jobbeginn führen Verwaltungsratsvorsitzender und Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) sowie der stellvertretende KU-Vorstand Michael Futterknecht die Amtsgeschäfte.

Bereits bei Stadtwerken gearbeitet

Behre ist ein altes Gesicht auf neuem Posten im Kommunalunternehmen (32 Mitarbeiter, rund 9,5 Millionen Euro Jahresumsatz). Der diplomierte Betriebswirt und Master of Science der Umweltwissenschaften hatte bereits von 2004 bis 2010 als kaufmännischer Leiter und zuletzt stellvertretender Vorstand bei den Stadtwerken Penzberg gearbeitet. Im August vor sechs Jahren wechselte er zu den kommunalen Mitbewerbern nach Weilheim – bei den dortigen Stadtwerken ist Behre derzeit noch Assistent von Vorstand Peter Müller und Prokurist der Energiesparte. Für den in Weilheim wohnenden Behre war die Option zurück nach Penzberg eine reizvolle, wie er gegenüber der Rundschau zugibt: „Es war ein Schritt aus der zweiten in die erste Reihe möglich“, sagt er. „Ich kann jetzt eine eigene Prägung mitgeben.“

„Baustellen zu Ende bringen“

Behre hat sich einen Schwerpunkt gesetzt: „Ganz klar die begonnenen Baustellen zu Ende bringen.“ Vor allem das neue Familienbad (Behre ist passionierter Schwimmer) liegt im Fokus, aber auch der Ausbau das Wärmenetzes und der regenerativen Energien. Vielleicht, so Behre, könne man als Kommunalunternehmen auch in das Gasnetz-Geschäft einsteigen, wenn 2023 in Penzberg die Konzessionen neu vergeben werden. Behre schwebt ein Kommunalunternehmen als „moderner Dienstleister“ vor. Auch E-Mobilität und Ladesäulen stehen auf seiner Agenda. Damit liegt der neue KU-Vorstand auf einer Wellenlänge mit dem Bürgermeister. Korpan setzt ebenfalls darauf, den eingeschlagenen Kurs „erfolgreich fortzuführen“, wie es aus dem Rathaus heißt. Sollte das geplante Stadtwerke-Parkhaus am Familienbad irgendwann eingeweiht werden, steuert der neue Vorstand bereits Erfahrungen mit solchen offiziellen Terminen bei: In Weilheim feierte er heuer samt Kollegen die Eröffnung des dortigen Stadtwerke-Parkhauses in Bahnhofsnähe.

Andreas Baar

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