Abschied vom Handelszentrum

Edeka-Areal: Küblböck will jetzt vor allem Wohnungen bauen

Nimmt Herbert Küblböck mit seinem neuen Konzept den Druck vom Wohnungsmarkt? Rathauschefin Elke Zehetner setzt jedenfalls fest darauf.

Penzberg – Seit fast neun Jahren diskutiert das politische Penzberg ebenso leidenschaftlich wie bislang ergebnislos darüber, wie das Edeka-Gelände entwickelt werden soll. Jetzt aber scheint sich möglicherweise ein Ende der Debatten abzuzeichnen.

Wie Bürgermeisterin Elke Zehetner erklärte, wolle der Regensburger Projektentwickler Herbert Küblböck bereits im Ja­nuar ein völlig verändertes Konzept vorlegen, das vor allen Dingen keinerlei Gefahr mehr für die Innenstadt bedeuten soll. 

Bebauungsplan oder keiner? Lidl mit Deichmann oder ohne? Schaden für die Innenstadt oder Belebung für Penzberg? Über diese Fragen wird seit dem Jahr 2011 debattiert und gestritten. Nur in einem war sich der Stadtrat stets einig: in der Vergrößerung des Hagebaumarktes. Umso überraschender klingt nun, dass das Unternehmen seine Pläne auf Erweiterung der Verkaufsfläche zurückgezogen hat. „Denen hat das alles zu lange gedauert“, sagt Bürgermeisterin Zehetner. So sehr sie diese Entscheidung bedauert, so sehr ist sie überzeugt davon, dass die neuen Küblböck-Pläne im Stadtrat eine Mehrheit und in den Läden der Innenstadt eine Zustimmung finden werden. 

Der Projektentwickler ist, so bestätigt Zehetner, nämlich von seinen ursprünglichen Plänen abgerückt, auf dem Edeka-Areal ein großes Handelszentrum entstehen zu lassen. Die CSU, die im Frühjahr mit ihrer Forderung nach einer Wohnbebauung an der Henlestraße vorstellig geworden war, wird es freuen: Bereits Anfang Juni signalisierten Küblböck und Edeka hier ihre Zustimmung. Jetzt aber hat der Regensburger an dieser Option offenbar so großen Gefallen gefunden, dass er gleich auf zwei Dritteln der Fläche viele Wohnblocks errichten möchte. „Das nimmt natürlich einigen Druck vom Wohnungsmarkt“, freut sich Elke Zehetner. 

Ein Handelszentrum wird das Areal somit also nicht werden. Es bleiben lediglich die geplante Vergrößerung des E-Centers sowie die Verlagerung des Lidl-Marktes. Dazu gibt es noch eine weitere Fläche, auf der aber ausschließlich Waren angeboten werden dürfen, die nicht in direkter Konkurrenz zum Angebot der Einzelhändler in der Innenstadt stehen. Ob an dieser Stelle dann der immer wieder diskutierte Elektromarkt entsteht, ist noch offen. Sicher ist hingegen, dass die Fläche, auf der sich jetzt der Lidl-Markt befindet, künftig explizit als Gewerbefläche ausgewiesen und damit der Nutzung eines anderen Handelsunternehmens entzogen werden soll. la

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