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Neues Programm: Volkshochschule Penzberg setzt auf Online und Abstand

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Von: Andreas Baar

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Lassen das neue Programmheft symbolisch aufsteigen: VHS-Leiterin Katja Wippermann (l.) und Mitarbeiterin Heidrun Zölzer. Auf dem Bild fehlt vom Team noch Kerstin Fischer. © Andreas Baar

Penzberg – Die Penzberger Volkshochschule startet in das neue Semester: Am Samstag (17. September) kommt das gedruckte Programm mit knapp 290 Angebote heraus.

„Wir starten flexibel und fahren immer auf Sicht.“ So sagte es Leiterin Katja Wippermann, als sie heuer im Januar das Frühjahrs- und Sommerprogramm der Penzberger Volkshochschule (VHS) der Rundschau präsentierte. Diese Flexibilität haben die VHS-Chefin und ihr Team um Heidrun Zölzer und Kerstin Fischer auch für das neue Angebot für Herbst und Winter 2022/2023 als Maßstab genommen. Online ist wieder Trumpf. Und obwohl es eigentlich nicht mehr vorgeschrieben ist, setze man weiter auf Abstand, Lüften und kleinere Gruppen, betont Wippermann im Rundschau-Gespräch. Tenor: „Bei uns finden Sie sichere Bedingungen vor.“ Zudem gibt es erneut ein finanzielles Entgegenkommen: Für alle Kurse werden die Gebühren erst nach deren Start abgebucht.

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Zwei Drittel der Angebote im neuen Programm der Penzberger Volkshochschule sollen in Präsenz stattfinden. Ein Drittel ist online geplant. © Andreas Baar

Das letzte Semester lief „gut“

Apropos vergangenes Semester: Wippermann blickt „total zufrieden“ auf dessen Bilanz. „Es ist gut gelaufen.“ Zum ersten Mal seit Pandemiebeginn im März 2020 kam die VHS ohne Schließungen aus. Unterm Strich zählte die Leiterin circa 1700 Teilnehmer – was im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten mit maximal 1900 bis 2000 Teilnehmern gar nicht mal so schlecht ist. 260 Angebote gab es, circa ein Drittel fiel aus – was in der Regel an mangelndem Interesse lag. Gerade bei Kultur und Politik sei der Rücklauf nicht so hoch gewesen. „Die Teilnehmer sind noch sehr zögerlich“, hat Wippermann bemerkt. Dafür brummten Gesundheit und Bewegung. „Das lief super. Das ist nach wie vor unser bester Bereich.“ Das Interesse sei so groß gewesen, dass die VHS sogar Zusatzangebote machte. Unterm Strich hat Wippermann fast nur positive Reaktionen auf den VHS-Betrieb registriert: „Man hat gemerkt, wie sich die Teilnehmer freuen.“

Hier gibt es das gedruckte Programmheft

Das gedruckte VHS-Programm liegt in Penzberg zum Beispiel im Rathaus, Büchereien, Rathauspassage und in der Buchhandlung Rupprecht aus. Auch findet man es in Geschäften und Banken der umliegenden Gemeinden. Die Anmeldung zu den Kursen ist telefonisch unter 08856/3615 oder per E-Mail an info@vhs-penzberg.de sowie unter www.vhs-penzberg.de möglich.

Rund 50 Premieren

Knapp 290 Kurse, Vorträge, Seminare und Exkursionen finden sich im Programm. Ein Drittel ist online, der Rest soll in Präsenz stattfinden. Zusätzlich zum Bewährten gibt es rund 50 neue Veranstaltungen in allen Fachbereichen. Um all das kümmern sich 89 Dozenten. Allein 85 Kurse gibt im Bereich Gesundheit – es bleibt das Schwergewicht

Digitale Vortragsreihe

Weitergeführt wird im Herbst die digitale Vortragsreihe „vhs.wissen live“ zu politischen Fragen sowie historischen und naturwissenschaftlichen Thermen mit Ian Kershaw, Christiane Nüsslein-Vollhard oder Ursula Münch. Die VHS-Chefin schwärmt von „Hochkarätern“.
Erneut ausgebaut wurde der Bereich „Beruf und EDV“. Es gibt einen neuen Kurs für Projektmanagement und Existenzgründer. Ebenfalls weiterlaufen werden die seit Juli 2011 angebotenen Computer-Senioren. Elf Ehrenamtliche geben Tipps und Ratschläge. 125 Teilnehmer wurden gezählt. Wippermann nennt es „eine Erfolgsgeschichte“. So erfolgreich, dass die Treffen ab Herbst nun mindestens zwei Mal im Monat stattfinden sollen.

„Es ist wichtig, einen seelischen Puffer für den Herbst aufzubauen. 

VHS-Leiterin Katja Wippermann will mit den Angeboten auch Positives vermitteln.

Mit dem Programm verfolgt man auch ein gesellschaftliches Ziel: „Wir wollen dazu einladen, nach Corona wieder richtig aktiv zu werden“, wirbt die Leiterin. Gerade im Herbst wolle man „etwas für die Seele tun“. Dafür sollen Kurse wie Resilienz, Atmungstechniken, Entspannung und positives Denken sorgen. „Es ist wichtig, einen seelischen Puffer für den Herbst aufzubauen.“ Man wolle zudem „bewusst einen Gegenpol setzen“ zu der allgemeinen Krisenlage.

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