An die Wurzeln erinnert

Beim Neujahrsempfang feiert die Iffeldorfer CSU auch ihr 50-jähriges Bestehen

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50 Jahre CSU an den Osterseen und 50 Jahre dabei: Die Gründungsmitglieder Erich Neumayer, Heinz Heider und Hans Süß (Mitte von links) erhielten eine Urkunde mit Ehrennadel sowie die Glückwünsche von Alexander Dobrindt und Andrea Jochner-Weiß (von links) sowie Georg Goldhofer, Hubert Kroiß und Ute Eiling-Hütig (von rechts).

Iffeldorf – In dunkler Joppe, unter der es lindgrün leuchtete, stand Georg Goldhofer da und hielt eine Rede beim Neujahrsempfang, und dieser war ein besonderer, nicht nur, weil die Iffeldorfer CSU, deren Vorsitzender Goldhofer ist, ihr 50-Jähriges feierte, sondern auch des prominenten Gastes wegen.

Es war seine erste Rede vor großem Publikum, und dann auch noch gleich vor Berliner Prominenz: Iffeldorfs neuer CSU-Vorsitzender Georg Goldhofer schlug sich aber wacker, als er beim Neujahrsempfang des Ortsverbandes im Gemeindezentrum rund 100 Gäste, darunter auch Alexander Dobrindt, der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, begrüßte. Und das nicht nur, um auf das neue Jahr anzustoßen, sondern zugleich auch das 50-jährige Bestehen der Iffeldorfer CSU zu feiern. 

„Vor 50 Jahren haben sich mutige Menschen zusammengefunden, um ihre Heimat zu gestalten“, sagte Dobrindt und nahm dabei drei Herren besonders ins Visier: die Gründungsmitglieder Erich Neumayer, Heinz Heider und Hans Süß, die im Anschluss natürlich besonders geehrt wurde. Und über den scheidenden Bürgermeister Hubert Kroiß, welcher nach zwei Legislaturperioden sein Amt abgibt, meinte Dobrindt: „Der schaut so jung und frisch aus, als ob er jetzt erst seine zweite Amtsperiode vor sich hätte. Dabei hat er unglaublich wertvolle Arbeit geleistet und unermüdlichen Einsatz gezeigt.“ 

Landrätin Andrea Jochner-Weiß wiederum mahnte mit Blick auf die Zersplitterung der Parteien und der vielen neuen Listen zur Kommunalwahl: „Erinnern wir uns an die Wurzeln unserer Partei. Während die Welt zunehmend aus den Fugen gerät, ist es wichtig, durch eine Parteizugehörigkeit gemeinsam Herausforderungen zu meistern.“ Zudem musste auch ein wenig Wahlkampf sein, den Jochner-Weiß will schließlich weiterhin die Geschicke als Landrätin lenken: „Ich kandidiere wieder für das schönste Amt der Welt“, rief sie aus. 

Hubert Kroiß plauderte dann aus dem Nähkästchen und erzählte, wie er als 14-Jähriger die Gründungsphase des CSU-Ortsverbands durch seinen Vater miterlebte. „Die CSU hat sich in fünf Jahrzehnten immer erfolgreich entwickelt.“ Er kritisierte allerdings auch den Trend der Lossagung von Parteien. „So können weitreichende, zukunftsfähige Entscheidungen nur unter Kompromissen getroffen werden.“ 

Für das Jubiläum hatte Georg Goldhofer in der Fotokiste gekramt und einen Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre zusammengestellt. Von Anfang an sei der Ortsverband, so Goldhofer „nicht nur politisch aktiv gewesen, sondern hat sich auch gesellschaftlich ins Dorfleben eingebracht“. So organisiert die CSU seit 40 Jahren das Ramadama und seit 37 Jahren den Christkindlmarkt. Dazu kommen regelmäßige Stammtische, Ausflüge, Grillfeste und Fackelwanderungen. 

Seit der Gründung des Ortsverbandes ist auch die Zahl der Gemeinderäte aus den eigenen Reihen stetig gestiegen. Am Anfang konnten drei Sitze belegt werden, dann vier, und seit 1996 hatte die CSU immer fünf Mandate. Im Jahr 2008 schaffte man es sogar auf sechs Sitze, und 2014 stellte man wieder fünf plus den Bürgermeister. Jetzt aber steht die Iffeldorfer CSU erstmal vor einem Generationenwechsel. Denn nachdem Michaela Liebhardt nach 16 Jahren an der Spitze die Führung des Ortsverbandes abgegeben hat, geht nun auch Ära Kroiß zu Ende. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde Liebhardt am Jubiläumsabend von Goldhofer schließlich zur Ehrenvorsitzenden gekürt, was sie sichtlich überrascht hat. „Wenn man das erreicht hat, merkt man, dass man alt wird. Ich fühle mich zwar nicht so, aber wenn ihr meint...“, sagte sie und nahm lachend einen großen Blumenstrauß entgegen. au

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