Alarmierendes Rot

Veranstaltungsbranche macht auf sich aufmerksam

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Ganz in Rot: Mit der Illumination der Stadthalle beteiligte sich Konstantin Volk an der bundesweiten „Night of Lights“ der Veranstaltungswirtschaft.

Penzberg – Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der Covid-19-Krise getroffen wurde – und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten von den Auswirkungen betroffen sein. Da sind sich die Unternehmer aus diesem Bereich einig. Im Schulterschluss haben sie nun auf ihre Misere hingewiesen: In der „Night of Lights“ ließen sie in der Nacht von Montag auf Dienstag Gebäude im öffentlichen Raum über mehrere Stunden in Rot erstrahlen. So auch die Penzberger Stadthalle, die Konstantin Volk von KVA Eventtechnik in Farbe setzte.

Ob Messebauer, Veranstaltungstechniker, Eventagenturer, Caterer, Bühnenbauer, Konzertveranstalter oder Künstler: Sie alle haben durch die seit dem 10. März erfolgten Veranstaltungsverbote ihre gesamten Auftragsbestände verloren. Sie gerieten als erste in die Krise und werden als letzte wieder aus der Krise herauskommen: „First in, last out“, lautet das lakonische Motto. 

Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der Verlust nicht mehr kompensiert werden. Die Veranstaltungsbranche ist mit einer Million direkt Beschäftigter und einem jährlichen Umsatz von rund 130 Milliarden Euro einer der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft. Angesichts des aktuellen Ausfalls von 80 bis 100 Prozent des Umsatzes kämpfen viele Unternehmen ums Überleben. Mit der Illumination sollte bundesweit genau darauf aufmerksam gemacht werden. Auch im übrigen Landkreis Weilheim-Schongau gab es am Montag einige illuminierte Gebäude, in Weilheim etwa, wo Stefan Rehthaler seinen Firmensitz an der Pöltner Straße in Rot erstrahlen ließ. dd

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