Die Bürger wachrütteln

Mit Korpan an der Spitze in den Wahlkampf: CSU stellt Liste der Stadtratskandidaten auf

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An der guten Laune scheint es nicht zu mangeln: Die Stadtratskandidaten der CSU mit Stefan Korpan (hinten 6. von links) an der Spitze, verbreiten viel Zuversicht.

 Penzberg – Christian Abt ist der Shooting Star der Penzberger CSU. Bei der Nominierung der Kandidaten für die Stadtratswahl im Herbst wurde der Kommandant der Penzberger Feuerwehr von den stimmberechtigten Mitgliedern am Sonntag in der Stadthalle fast einstimmig auf den Listenplatz sechs gewählt.

Damit landete Abt direkt hinter Bürgermeisterkandidat Stefan Korpan, der die Liste anführt, sowie den Stadträten Christine Geiger, Nick Lisson, Maria Probst und Ludwig Schmuck. 

Als erste der bisher fünf im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen hat die CSU nun also das Personal präsentiert, das sich um den Einzug in das 24-köpfige Kommunalparlament bemüht. „Wir haben aufregende zwei Monate Akquise hinter uns und präsentieren heute eine bunte Liste, die Penzberg in allen Schichten wiederspiegelt“, sagte der Ortsvorsitzende Nick Lisson. Alle Bewerber seien auch sogleich Mitglied der Partei geworden, „da gab es gar keine Frage“, so Lisson. 

Bürgermeisterkandidat Stefan Korpan sorgte während des drei Stunden andauernden Nominierungsvorgangs wenigstens für einen kurzen kämpferischen Moment: „Wir müssen die Bürger wachrütteln“, rief der Polizeibeamte aus. Wie schon bei seiner Nominierung zählte Korpan noch einmal die Punkte auf, warum die Politik in Penzberg seiner Meinung nach nicht funktioniert und wofür er sich einsetzen will. So will er die Personalführung im Rathaus unter die Lupe nehmen, sich verstärkt um den Wohnungsbau und die alte Bücherei kümmern und eine baldige Lösung für das Edeka-Areal finden. Und: Mit ihm werde es so ein „Theater“ wie um die Volksfestöffnungszeiten nicht geben. „Ich bin zwar Polizist, aber die Veranstaltungen in Penzberg sind ja recht überschaubar, da darf es einfach keine Diskussion geben, ob an vier Abenden im Jahr das Zelt bis 1 Uhr geöffnet haben darf“, rief er aus. Zu 80 Prozent, so Korpan, stehe das Wahlprogramm bereits, man wollte mit der Fertigstellung jedoch auf die Kandidatenliste warten, „damit sich letztendlich jeder noch einbringen kann und wir an einem Strang ziehen“. 

In einer „höchst demokratischen“ Wahl, so Lisson und anders als gewohnt, wählten 30 Stimmberechtigte ihre Favoriten in drei Wahlgängen auf die Listenplätze. Mit Stimmzettel 2 wurden die Listenplätze 6 bis 12 vergeben, wobei Christian Abt, Aleksandar Trifunovic und Monika Engel die meisten Stimmen erhielten. Im dritten Wahlgang wurden dann die Plätze 16 bis 24 vergeben; hier lagen Claudia Engel und Paul Hattemer vorne. 

Bevor die Wahlberechtigten allerdings zum Stift griffen, stellte sich jeder Kandidat kurz vor. Die einen mit viel Herzblut, wie der 29-jährige Aleksandar Trifunovic, der die Stadt und ihre Bewohner dafür verantwortlich macht, dass seine Familie zu dem geworden ist, was sie ist. „Sie haben meine Eltern damals aufgenommen, und jetzt möchte ich etwas zurückgeben, das liegt mir sehr am Herzen“, betonte er. Andere wiederum mahnten zu einer Rückkehr zu den Grundwerten der CSU. Da nahm Landwirtschaftsmeister Peter Höck auch kein Blatt vor den Mund. „Wir müssen wieder von den grünen Themen wegrücken“, rief er aus. Dann zitierte er noch Ludwig Hartmann, den Fraktionschef der Grünen im Landtag, der beim Antdorfer Bauerntag über die Landwirtschaftspolitik gesagt habe, dass er wisse, von was er rede, weil er auch mal einen Tag auf einem Hof mitgearbeitet habe. „Des kon doch ned sei, dass so einer was entscheidet“, so Höck, der zwölf Jahre im Kreisausschuss des Bayerischen Bauernverbandes tätig war. Dem Bauingenieur Paul Hattemer hingegen liegt vor allem die Gründung einer Baugenossenschaftsbau am Herzen (Das Gelbe Blatt berichtete) Mit dieser Leidenschaft und Vision hat Hattemer auch Neuzugang Florian Müller angestachelt, wie dieser sagte. Der 29-jährige Bichler war viel im Ausland unterwegs und weiß seither das Daheim noch mehr zu schätzen. „Das müssen wir erhalten“, so Müller, der auf Rang 18 der Liste landete. au

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