Neubeginn mit Tipi

Gewusel hinterm Glockengeläut: Kindergarten St. Franziskus offiziell eröffnet

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Nach dem Segen hing Pfarrer Bernhard Holz ein Kreuz gleich am Eingang des neuen Kindergartens auf. Zur Freude der Mädchen und Buben, die bei der offiziellen Eröffnung mit voller Inbrunst „Laudato si“ sangen.

Penzberg – Eine Landschaft aus Umzugskartons breitete sich noch im Januar im Kindergarten St. Franziskus aus. Nun sind die Quaderberge verschwunden und die Kinder schaffen sich Platz in dem Gebäude hinter der Christkönig-Kirche. Die Einrichtung St. Franziskus wurde nun offiziell eröffnet.

Licht fällt ins Innere des Gebäudes, und davon viel. Und genau das soll es auch. Architekt Peter Haberecht blickt zufrieden auf den neuen Kindergarten. Nach fünf Jahren im Con­tainer-Komplex können die Buben und Mädchen nun wieder zwischen festen Mauern toben. „Ich bin mir sicher, dass sich die Kleinen wohlfühlen werden“, meint Haberecht, schließlich sei alles „so gestaltet, dass es vielfältige Anregungen“ für die Mädchen und Buben gebe. Und alle, die an dem Bau, der lediglich 15 Monate bis zur Fertigstellung andauerte, beteiligt waren, hätten dafür „hart gearbeitet und viel Herzblut reingesteckt“, betont Haberecht. 

Bislang ist lediglich das Untergeschoß bezogen, im Herbst soll auch in der oberen Etage Leben herrschen. Dann sind es fast 90 Kinder, die unter Kirchengeläut betreut werden. Im Parterre herrscht bereits reges Treiben, Spielzeugautos tummeln sich auf Teppichböden, die mit Straßenkarten bedruckt sind, an den Garderoben hängen Jacken und Regenmäntel und an den Türen Gruppennamen wie „Maulwürfe“. Doch alles ist nicht neu, alte Spielsachen sind in das rund 3,6 Millionen Euro teure Gebäude mit eingezogen. Sogar im Garten, der kurz vor der Vollendung steht, finden die Kleinen ihr Weidetipi aus der Container-Zeit wieder, in dem sie gerne Unterschlupf suchten. 

Unterschlupf suchen, dass müssen sie in dem Neubau aber nicht, schließlich sind sie nun in sicherer Obhut, nachdem Pfarrer Bernhard Holz und sein evangelischer Kollege Pfarrer Julian Lademann dem Haus den Segen erteilten. Richtig angekommen sind die Kleinen aber noch nicht, immerhin ist es ein Neubeginn, und jeder Tag damit ein „Wachsen und Gedeihen“, sagt Kindergartenleiterin Christine Eisendle mit Blick auf die kleinen, mit Erde und Besenheidesamen gefüllten Gläser, die an diesem Tag verschenkt wurden. Samen, die noch keimen – ein Sinnbild, sind doch auch die Kinder täglich am Wachsen. ra

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