Über 4000 Gäste feierten im Festzelt, der Kirchen- und Festzug fiel aus

Patronatstag im schneeweißen Benediktbeuern

+

Benediktbeuern – Bereits zum vierten Mal waren die Benediktbeurer Antlassschützen Gastgeber für den Patronatstag, das wichtigste Fest der Gebirgsschützen zu Ehren ihrer Patronin, der Mutter Gottes. Dieses Jahr wird wohl in besonderer Erinnerung bleiben, machte doch ein Wintereinbruch am 5. Mai den Kirchen- und Festzug zunichte. Die Feierlichkeiten sowie der Festgottesdienst wurden kurzerhand ins schmuck ausgestattete, beheizte Festzelt verlegt, in dem sich tausende Gebirgsschützen, zahlreiche Bürger und geladene Ehrengäste von den Wetterkapriolen die Laune nicht verderben ließen.

Der Patronatstag war eingebettet in eine Festwoche mit buntem musikalischem Programm. Am Vorabend fand am Kriegerdenkmal eine Serenade mit anschließender Totenehrung statt. Vom Kälteeinbruch ließen sich die Blaskapelle, der Trommlerzug und die Kompanien des Loisach-Gaus nicht abschrecken und marschierten bei 3 Grad im Regen vom Festzelt zum Dorfplatz und wieder zurück. 

Die Häuser entlang der Marschroute waren für den Sonntag schon beflaggt. Angesichts des Schneefalls und der Kälte blieb dem Festkomitee jedoch keine andere Wahl, als den Kirchen- und Festzug, der mit 47 Gebirgsschützenkompanien in prächtigen Monturen schön anzuschauen gewesen wäre, abzusagen. Der Festgottesdienst wurde vom Klosterhof ins Festzelt mit eigens aufgebautem Altar verlegt. Wie schon die restlichen Vorbereitungen bewältigten die Benediktbeurer Antlassschützen mit Unterstützung der örtlichen Vereine diese Herausforderung bestens, so dass im Zelt ein sehr stimmungsvolles Patronatsfest stattfand, ganz im Sinne des Madonnen-Sinnspruchs: „In Deinen Schutz wir uns begeben, wo sicher wir und fröhlich leben.” 

Als Ehrengäste kamen zahlreiche Vertreter aus der Kommunal- und Landespolitik, darunter Landtagsabgeordnete, Bezirksräte, Landräte, ein Münchner Stadtrat und die Regierungspräsidentin von Oberbayern. Auch Markus Söder, als amtierender bayerischer Ministerpräsident zugleich Schirmherr der bayerischen Gebirgsschützen, gab sich die Ehre. Begleitet wurde er von seiner Frau Karin sowie von seinem Stellvertreter und bayerischen Wirtschaftsminister Huber Aiwanger. Historisch bedingt durfte auch der bayerische Hochadel nicht fehlen, und so feierten Herzog Max in Bayern, Herzogin Elisabeth und Herzogin Helene in Bayern mit den Schützen. 

Markus Söder war bestens gelaunt. Bereits beim Kauf des Patronatszeichens scherzte er mit dem kleinen Samuel, der als Zeichenverkäufer schon die beiden Limousinen erwartet hatte. Drei Euro kostet ein Zeichen. Söder ließ sich nicht lumpen, gab Samuel einen Schein und verzichtete auf das Wechselgeld. Als Hubert Aiwanger es ihm gleichtat, sorgte Söder mit seinem trockenen Spruch: „Ihm bleibt ja gar keine andere Wahl“, für großes Gelächter. Auch im Festzelt zeigte sich der Ministerpräsident humorig, als er behauptete, seine Frau Karin sei beeindruckt von so vielen schönen Männern auf einem Fleck. „Dabei liegt das mehr am Gwand, aber wenn’s hilft“, scherzte Söder. 

Frei nach Karl Valentin begrüßte Adjudant Robert Stumbaum die Festgäste: „Freuen wir uns über Schlechtwetter, weil wenn wir uns nicht freuen, ist trotzdem schlecht Wetter.“ Neben 47 bayerischen Gebirgsschützenkompanien war auch eine befreundete Kompanie aus dem südtirolerischen Terlan angereist, dessen Major Elmar Thaler von Landeshauptmann Martin Haberfellner später mit einer Urkunde geehrt wurde. Er werde oft gefragt, wie zeitgemäß und offen für Veränderungen Gebirgsschützen eigentlich seien, sagte Haberfellner zu Beginn. „Wir wollen ja gar keine Veränderung“, betonte er dann und erhielt viel Applaus. Gerade das Traditionsbewusstsein und Beharrungsvermögen zeichne die Gebirgsschützen in Bayern, dem ältesten Staat Europas, aus, begründete Haberfellner, bevor er gegen die von der EU vorgesehene Verschärfung des Waffenrechts für Schützen wetterte. Für bayerische Gebirgsschützen müsse der rechtliche Rahmen so bestehen bleiben, wie er sei, forderte er. 

Patronatstag im schneeweißen Benediktbeuern: Impressionen

 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn
 © fkn

Schirmherr Markus Söder sammelte später Pluspunkte als er diesbezüglich feststellte: „Es ist ein Unterschied, was preußische Beamte schreiben und was Bayern fühlen.“ Der Freistaat sei in der Welt „besonders geachtet und beachtet“, sagte er und führt dies auch auf die gelebte Kultur aus „Modernität und Tradition, Menschlichkeit und Fortschritt“ zurück. Die bayerischen Gebirgsschützen bezeichnete der Ministerpräsident als „Anker für die Seele der Bayern“. Er freue sich darüber, dass beim bevorstehenden Besuch von Prinz Charles Gebirgsschützen als „Aushängeschild für unser Land“ den Ehrengruß entrichteten. Abschließend bedankte Söder sich für den gelungenen Rahmen und den schönen Gottesdienst, den man gemeinsam gefeiert habe. 

Mit dem Singen des Bayernliedes endete der offizielle Teil. Mit Grillhendl, einer zünftigen Maß und Hochprozentigem aus den Holzfassln der Marketenderinnen konnten sich die Besucher für den Rest des Tages stärken.

Der Patronatstag in Benediktbeuern wird Ihnen präsentiert von:

und

und

und 

und 

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und

und




























Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Penzberger Schüler füttern Humus-Lieferanten durch
Penzberger Schüler füttern Humus-Lieferanten durch
Mann von tonnenschwerer Metallbandrolle eingeklemmt
Mann von tonnenschwerer Metallbandrolle eingeklemmt
Günstige Wohnungen: Kochel appelliert an BGL
Günstige Wohnungen: Kochel appelliert an BGL

Kommentare