Gewalttat in Reindl

Penzberg: 39-Jähriger verletzt Ehefrau (32) mit Messer schwer

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Der Mann war mutmaßlich mit einem Messer auf seine Gattin losgegangen (Symbolbild).
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Penzberg - Ein 39-Jähriger hat in Penzberg bei einem Streit seine Gattin (32) mit einem Messer schwer verletzt. Die Frau kam in die Unfallklinik nach Murnau.

Zu der Gewalttat war es laut Polizei am Sonntagabend (6. Juni) im Bereich Reindl gekommen. Nachbarn hatten bereits Lärm aus dem Anwesen der Familie vernommen, wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Rosenheim, mitteilt. Wenig später, gegen 18.30 Uhr, flüchtete sich eine blutüberströmte Frau zu einem Nachbargebäude, wo sie zusammenbrach. Die 32-Jährige wurde zur Intensivbehandlung in das Unfallklinikum Murnau transportiert. Dort wurde sie umgehend operiert. „Nach Auskunft der Ärzte muss nicht mit dem Ableben der Frau gerechnet werden“, so Sonntag.

Ehemann festgenommen

Die eingesetzten Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Penzberg nahmen den 39 Jahre alten alten Ehemann vor Ort auf offener Straße unter dringendem Tatverdacht fest. Der Tatverdächtige, ein afghanischer Staatsangehöriger, habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Der 39-Jährige hatte seine Frau mutmaßlich mit einem Messer mehrere Stichverletzungen beigebracht, heißt es von der Polizei. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II übernahm unmittelbar das Fachkommissariat K1 der Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungen. Unterstützt wurden die Ermittler bei der Tatortarbeit von Spurensicherungsspezialisten des Fachkommissariats K7.

Kinder bei Angehörigen

Der Ehemann verbrachte die Nacht in einer Haftzelle der Polizei und soll im Laufe des Montags (7. Juni) auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt werden. Die Kinder des Ehepaares, die sich zur Tatzeit mit in der Wohnung im Ortsteil Reindl befunden hatten, wurden nach Rücksprache mit dem Jugendamt in die Obhut von Angehörigen übergeben.

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