Mehr Fördermittel für Stadtwerke

Penzberg: Breitbandausbau für 2,4 Millionen Euro abgeschlossen

Obermaxkron André Behre Glasfaserexperte Michael Futterknecht breitband internet
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Ortstermin in Obermaxkron: Vorstand André Behre (l.) und Glasfaserexperte Michael Futterknecht.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Penzberg – Internet in Penzberg: Die Breitband-Erschließung unterversorgter Gebiete in der Stadt ist abgeschlossen. Es gibt deutlich mehr Fördermittel als geplant.

  • Breitbandausbau für 2,4 Millionen Euro abgeschlossen
  • Zuschuss vom Bundesprogramm über 1,1 Millionen Euro
  • Zuschuss vom Freistaat über 900.000 Euro

„Wir können nun alle Außenbereiche der Stadt mit dem schnellen Internet mit bis zu 1 GBit/s versorgen“, betont Michael Futterknecht, Projektleiter für den Breitbandausbau der Stadtwerke. Es war ein mehr als zweijähriges Projekt für das Kommunalunternehmen (KU) gewesen. Seit dem Spatenstich im November 2019 wurden insgesamt rund 23 Kilometer an Glasfaserkabel in die dörflichen Bereiche verlegt, dazu kamen zehn Kilometer für die Hausanschlüsse.

Dafür wird viel Geld auf den Tisch gelegt: Die Kostenschätzung liegt bei rund 2,4 Millionen Euro, allerdings steht noch die Schlussabrechnung aus. Diese Zahl wurde in der jüngsten Sitzung des KU-Verwaltungsrats genannt. Die Kommune muss allerdings nicht alles selber schultern. Über das Bundesprogramm fließen immerhin 1,1 Millionen Euro, rechnet Futterknecht der Rundschau vor, 500.000 Euro seien bereits überwiesen.

Bayern erhöht Zuschuss

Ganz aktuell hat er einen weiteren, erfreulichen Förderbescheid aus München bekommen: Der Freistaat schießt statt der zugesagten 200.000 Euro nun satte 900.000 Euro dazu. Macht bei einer 90-Prozent-Förderung um die 400.000 Euro, die die Stadtwerke zu tragen haben. Kein Wunder, dass Futterknecht zufrieden ist: „Wir haben dieses Projekt im geplanten Kostenrahmen realisiert.“

Mit dem Ausbau können nun die Bewohner in Edenhof, St. Johannisrain, Schönmühl, Obermaxkron, Nantesbuch, Zachenried und Neukirnberg sowie am Frauenrainer Weg, Nördlicher Daserweg, Daserhof und auf Gut Hub bei entsprechender Buchung der Anschlüsse mit maximaler Geschwindigkeit im Internet surfen.

Lediglich drei Grundstücke in Nantesbuch sind noch nicht angeschlossen, heißt es von den Stadtwerken. Dort machte der erneute Wintereinbruch dem Zeitplan einen Strich durch die Rechnung. Aber „sobald es die Witterung zulässt“ werde man dort anrücken, kündigt Futterknecht an.

Freude bei neuem Chef

Bei der Glasfasersparte der Stadtwerke hofft man jetzt auf gute Geschäfte mit den Anschlüssen an das Breitbandnetz. Futterknecht spricht von einer „super Resonanz“. Die Mitarbeiter im Kundencenter seien im Dauereinsatz, war unlängst von Vertretern des Kommunal- unternehmens in der Sitzung der Verwaltungsrats zu hören.

Der Quasi-Abschluss des langjährigen Bauprojekts freut auch den neuen Stadtwerkevorstand André Behre. Dieser hat die erfreuliche Nachricht pünktlich zu seinem Dienstantritt zu Jahresbeginn übermittelt bekommen. Mit Blick auf den zweiten Lockdown sagt Behre, „dass wir mit unserem Breitbandausbau genau zum richtigen Zeitpunkt fertig geworden sind“.

In Zeiten von Homeoffice und Homeschooling sei das schnelle Internet wichtiger denn je. „Die ersten Erfahrungen mit den Glasfaseranschlüssen im Außenbereich zeigen, dass das super funktioniert.“ Andreas Baar

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