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Penzberg: BRK-Bereitschaft feiert ihr 100-Jähriges - und hört viel Lob

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Von: Andreas Baar

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Ehrenbereitschaftsleiter Ludwig Schmuck hält die Festrede in der Penzberger Stadthalle. © Andreas Baar

Penzberg - Ein Plädoyer für Menschlichkeit: Das gab es beim 100-Jährigen des Penzberger Roten Kreuzes zu hören - und viel Lob für die ehrenamtlichen Helfer.

Mit einjähriger Verspätung hat die Penzberger Bereitschaft des Bayrischen Roten Kreuzes (BRK) am Samstag (24. September) ihr 100-jähriges Bestehen nachgeholt. Höhepunkt war der Festabend in der Stadthalle. Er ist das Gesicht des Penzberger Roten Kreuzes, seit 58 Jahre dabei und mit der Würde der Ehrenbereitschaftsleitung ausgezeichnet: Ludwig Schmuck hielt am Samstagabend die Festrede zum 100-Jährigen seiner Hilfsorganisation. Eine Rede, die garniert war mit Historischem, Fachlichem und viel Persönlichem. Das Rote Kreuz, so rühmte der heute 72-Jährige das Rote Kreuz generell, sei seit seiner Gründung 1863 eine „Bürgerinitiative“. Die laut Schmuck „für Menschlichkeit im Alltag sorgt“.

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Stolzer Moment: Die Ehrenamtlichen des BRK ziehen mit ihren Gästen im Kirchenzug zum Gottesdienst. © Andreas Baar

Es braucht immer Ehrenamtliche

Schmuck erinnerte die rund 150 Festgäste in der Stadthalle an die Wurzeln der Penzberger Bereitschaft, deren Gründung 1921 angesichts diverser Widerstände „ein schwieriger Schritt“ gewesen sei. Die sei „heute anders“ wie Schmuck zwar anerkennend sagte, aber an dem Grundzug der Arbeit habe sich nicht geändert. „Man braucht immer die Ehrenamtlichen, um den Dienst rund um die Uhr aufrechtzuerhalten. Wir brauchen immer wieder Menschen, die bereit sind zu helfen.“ Das Rote Kreuz nannte Schmuck denn auch einen „Konzern der Menschlichkeit“. Der Ehrenbereitschaftsleiter nutzt die Gelegenheit, um eine Lanze zu brechen für seine Kameraden: „Viele reden vom Helfen, wir tun es.“

Eine Existenz, die beruhigt

Anerkennende Worte hörten die Rot-Kreuz-Vertreter, darunter von Wasserwacht und Bergwacht, von allen Seiten. Die Bereitschaft „hat sich als Konstante im Landkreis bewährt“, lobte Landrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) die Aktiven für ihr „verlässlich großes Engagement“. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) weiß, was er an dem heimischen BRK hat. Von 185 heuer geleisteten Schichten, seien 20 von den Ehrenamtlichen geleistet worden. „Es ist beruhigend zu wissen, dass es Euch gibt.“

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Musikalisch umrahmt wurde der Festabend von der Stadt- und Bergknappenkapelle unter Simon Zehentbauer. © Andreas Baar

Theaterstück zum runden Geburtstag

Musikalisch umrahmt wurde der Festabend von der Stadt- und Bergkapellen unter der Leitung von Simon Zehentbauer. Für humorvolle Unterhaltung sorge das Oberlandler Volkstheater. Angela Korpan und Stefan Köbler spielten einen eigens verfassten Einakter „Hauptsach, gsund samma“. Rainer Hofmann erzählte herrlich wortwitzig kurze Geschichten.

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Das Oberlandler Volkstheater (Angela Korpan und Stefan Köbler) hatte eigens einen Apotheken-Sketch einstudiert. © Andreas Baar
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Rainer Hofmann erzählte herrlich wortwitzig von seltsamen Paketen und „David und Goliath“. © Andreas Baar

Ökumenischer Gottesdienst

Zuvor waren die BRK-Helfer mit den Vertretern vom Berg- und Wasserwacht sowie der benachbarten Bereitschaften und musikalisch begleitet von der Stadt- und Bergknappenkapelle sowie der Musikkapelle Iffeldorf durch die Innenstadt zum ökumenischen Festgottesdienst in der Christkönigskirche gezogen.

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Der Altarraum war stilecht geschmückt für den Gottesdienst in der Christkönigskirche. © Andreas Baar

Der katholische Pfarrer Bernhard Holz würdigte die Aktiven dafür, dass sie ihren Mitbürgern „immer wieder selbstlos zur Seite stehen“ – und „das alles in der Freizeit, des Nachts und am Wochenende“. Sein evangelischer Pfarrerskollege Julian Lademann nahm sich der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter an: Schließlich habe sich jener hilfsbereite Mann ganz im Geiste „einer ganz frühen Sanitätskolonne“ verhalten. „Er ist ein echter Ehrenamtlicher“, so Lademann, der einst seinen Zivildienst beim Weilheimer BRK geleistet hatte und als Notfallseelsorger tätig ist. Worte des Lobes für ein freiwilliges Engagement, welche die Rot-Kreuz-Aktiven später in der Stadthalle noch öfters hören sollten.

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