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Penzberg: Doch Parken auf altem Schlachthof-Areal - aber nicht öffentlich

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Von: Andreas Baar

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Parken nur mit Anwohnerausweis: Die Stadtwerke haben auf dem ehemaligen Schlachthof-Areal an der Karlstraße diesen alternativen Stellplatz für die Zeit der Bauarbeiten an der Sigmundstraße geschaffen. © Andreas Baar

Penzberg - Kehrtwende der Stadt: Auf dem ehemaligen Schlachthof-Areal an der Karlstraße wird doch geparkt. Allerdings gibt es eine Einschränkung.

So mancher Passant und Autofahrer reibt sich in Penzberg derzeit verwundert die Augen: An der Karlstraße, wo früher der alte Schlachthof stand, parken nun doch Autos. Dabei hatte die Stadtverwaltung die Pläne für provisorische Stellplätze aus Kostengründen in der Schublade versenkt.
Im Juli vergangenen Jahres begann die Stadt, nach erbitterten Debatten gerade mit dem örtlich Denkschutzverein, mit dem Abriss des ehemaligen Schlachthofs an der Karlstraße. Im September 2020 hatte sich der Stadtrat mehrheitlich für einen Abriss des 1899 bis 1900 errichteten Anwesens ausgesprochen. Gleichzeitig entschied das Kommunalparlament: Dass freiwerdende städtische Grundstück wird als Parkplatz genutzt, bis eine neue Nutzung gefunden wird. Doch daraus wurde nichts. Bekanntlich verständigte sich die Stadtverwaltung mit den politischen Gremien darauf, das Vorhaben nicht zu realisieren. Mit der Parkplatz-Zwischenlösung waren eh nicht alle Stadträte glücklich gewesen. Zum Einen wurde eine Verkehrszunahme in der Innenstadt befürchtet, zum Anderen führten Kritiker die Kosten in angespannten Corona-Haushaltszeiten ins Feld.

Nur „übergangsweise“

Doch jetzt parken doch Autos auf dem Areal, auf einer sauber hergerichteten Fläche. Deren Erdreich sogar noch vorher auf schädliche Hinterlassenschaften des einstigen Schlachthofbetriebs beprobt worden war. Warum das? Nachfrage im Rathaus. Es sei nur „übergangsweise“, erklärt Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) gegenüber der Rundschau. Und zwar „nur für Anwohner“, die von den benachbarten Tiefbauarbeiten der Stadtwerke an der Sigmundstraße betroffen sind, wie Korpan sagt. Diese könnten nämlich derzeit die dortige Tiefgarage nicht mehr nutzen. Korpan macht klar: „Das ist kein öffentlicher Parkplatz.“

An Stadtwerke verpachtet

Die Stadt hat das Areal für die Dauer der Baumaßnahme an ihr Kommunalunternehmen verpachtet. Gedacht für die Baustelleneinrichtung und während dieser Zeit eben auch für die Anwohner an der Sigmundstraße. Wenn die Tiefgarage wieder befahrbar ist, sei Schluss mit dem Parken auf den Alternativ-Stellplätzen, so der Bürgermeister. Dann werde die Fläche nur für die Baustelleneinrichtung genutzt. Angepeilt ist ein Zeitraum bis Sommer 2023.

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