Hilfe für Hüpfer

Naturschützer tragen Amphibien über die Straße

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Mit dem Krötenkopf woanders: Die milden Temperaturen locken schon jetzt paarungswillige Amphibien aus ihrem Winterquartier.

Penzberg/Habach – Eigentlich könnten die Zäune, die Frösche, Molche und Kröten von der Straße fernhalten sollen, schon längst stehen. Denn die milden Wintertemperaturen lockten schon einige Amphibien aus ihren Verstecken und auf die Straße, wo es nun auch die Naturschützer hinzieht.

Es ist ungewöhnlich warm für diese Jahreszeit, und so verlassen einige Amphibien schon jetzt ihre Winterquartiere und brechen zu den Laichgewässern auf. Mit den Tieren stehen aber auch die freiwilligen Helfer des Bund Naturschutz (BN) auf der Matte. Denn die Naturfreunde bitten nicht nur Autofahrer, nun besonders aufmerksam über den Asphalt zu rollen, sondern werden auch aktiv. Die freiwilligen Helfer bauen nun Zäune am Stockweiher und in Untermaxkron auf; am Riederer Weiher und am Kaltwasserweiher nahe Habach stellt das Straßenbauamt die Schutzvorrichtung auf. In den kommenden Wochen kontrollieren die Naturschützer dann jeden Abend und an vielen Morgen die Fangzäune, sammeln die Tiere, die von der Blockade abgehalten werden, ein und bringen sie auf die gegenüberliegende Straßenseite. 

Am Kaltwasserweiher überwintern viele Tiere in einem recht sonnigen Waldhang und werden daher früh aus dem Winterschlaf geweckt. Allein dort seien in den vergangenen Nächten schon 70 bis 80 Tiere auf oder an der Straße getötet worden. „Bereits der starke Luftzug eines vorbeifahrenden Fahrzeugs kann den Tieren zum Verhängnis werden“, betont Hannelore Jaresch von der BN-Ortsgruppe Penzberg. 

Wenn die Temperaturen nachts nicht tiefer sinken als auf 5 Grad oder wenn es viel regnet, dann drängen die fortpflanzungsreifen Amphibien an ihre Laichgewässer. „Das kann sich bis Ende April hinziehen. Eine Mammutaufgabe für die Helfer“, so Jaresch, die sich daher über weitere Unterstützer freuen würde. Wer helfen möchte, der kann sich mit einer E-Mail an bnpenzberg@gmx.de ­melden. ra

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