Museen öffnen wieder

Penzberg: Hinterglasmalerei-Ausstellung ab 16. März für Publikum

Restauratorin Simone Bretz Hinterglasbilder-Schau im Museum Penzberg
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Endlich zu sehen: Restauratorin Simone Bretz hat die Hinterglasbilder-Schau im Museum mit aufgebaut.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Penzberg – Die beiden Penzberger Museen öffnen kommende Woche nach monatelanger Corona-Zwangspause wieder ihre Türen. Damit startet endlich auch die große Hinterglasbilder-Ausstellung.

Gute Nachricht für alle Kunstfreunde: Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk ist ab Dienstag, 16. März, wieder für Besucher geöffnet. Am Mittwoch, 17. März, zieht das Penzberger Bergwerksmuseum nach.

Mit der Öffnung um 10 Uhr startet im Museum Penzberg auch die Ausstellung „Hinter Glas gemalt. Geheimnisse einer Technik“. Diese sollte eigentlich schon im vergangenen Dezember beginnen, fiel aber dem Lockdown zum Opfer (Rundschau berichtete). Die Ausstellung markiert den Schlusspunkt des über dreijährigen Forschungsprojekts „Hinterglasmalerei als Technik der Klassischen Moderne 1905-1955“, gefördert von der Volkswagen-Stiftung. Maßgeblich beteiligt waren Museumsleiterin Diana Oesterle und Restauratorin Simone Bretz. Die neue Ausstellung soll erstmals einen „Blick in das Kunstwerk“ ermöglichen, wie Oesterle damals schwärmte. Angesichts der Zwangspause wurde die Hinterglas-Schau – dank der Zustimmung der beteiligten Leihgeber – bis 4. Juli verlängert.

Ausstellung von Walter Kuhn

Parallel dazu ist bis 2. Mai ein Teil der letztjährigen Mahnblumen-Ausstellung „Niemals wieder!“ des Künstlers Walter Kuhn zum Gedenken an 75 Jahre Penzberger Mordnacht zu sehen: nämlich Kuhns Installation im Dachgeschoss sowie die Mahnblumen am Ehrenmal.

Im Rahmen der Hinterglasmalerei-Ausstellung bietet das Museum zwei kostenlose Online-Workshops für Kinder ab acht Jahren an: „Seitenverkehrt gemalt“ mit Alice Grubert und Leonore Pflanzer heißt es am Montag, 29. März (10 bis 11 Uhr), und am Mittwoch, 7. April (14 bis 15 Uhr). Anmeldung per E-Mail an die Adresse museum@penzberg.de.

Virtueller Vortrag

Das Rahmenprogramm war mit einem virtuellen Vortrag gestartet: Diana Oesterle und Prof. Oliver Hahn von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sprachen über „Kunstgeschichte und Materialanalyse“ der Hinterglasmalerei. Erstmals trat Oesterle so mit einem Koreferenten auf. Die Premiere war gut besucht. Mehr als 60 Teilnehmer fanden sich online ein. Oesterle freute sich über die vielen Anmeldungen: „Es ist ein Zeichen, dass wir darauf warten“, spielte sie auf die sehnlichst erwartete Ausstellungseröffnung an. Während Oesterle sich den Künstler Walter Dexel als Anschauungsobjekt ausgesucht hatte, nahm Experte Hahn die Zuhörer mit in die Welt der künstlichen und natürlichen Farbstoffe, Bindemittel und Additive sowie der methodischen Arbeit im mobilen Labor.

Es soll keine Eintagsfliege gewesen sein: Museumsleiterin Oesterle kündigte noch am gleichen Abend angesichts der Resonanz an, die virtuelle Vortragsreihe fortführen zu wollen. Andreas Baar

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