Kunstaktion in der Stadt

Penzberg: Jugendzentrum wirbt mit großen Puppen

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Mit der Schaufensterpuppe wurde auf dem Penzberger Stadtplatz für die Juze-Aktion geworben.

Penzberg – Das Penzberger Jugendzentrum macht bei einer landkreisweiten Kunstaktion mit. Mit Puppen wird für die Einrichtungen geworben.

Zwischen Schule auf – Schule zu, Testpflicht und Distanzunterricht wird in der Corona-Pandemie schnell übersehen, dass die jungen Menschen auch ein wichtiges soziales Leben haben. Unabhängig von Schule und Leistung. Und dieses Leben beinhaltet Treffen mit Freunden, Besuch von Veranstaltungen, Feiern, Vereinssport und vieles mehr. Also all das, was seit Monaten ausfällt. Der Verzicht auf diese Aktivitäten bringt für viele der Jugendlichen besondere Herausforderungen und Belastungen mit sich.

Werbung für die Aktion: Auch im Gymnasium ist Platz dafür.

Ein weiterer wichtiger Ort der Begegnung für die Jugend im Landkreis Weilheim-Schongau waren die Jugendzentren. „Hier konnten die Jugendlichen einfach hinkommen und für sich sein“, erzählt Heidi Kollmannsberger, eine der drei zuständigen Sozialpädagogen des Juze in Penzberg. Vor dem zweiten Lockdown im vergangenen November, bei dem auch solche Einrichtungen schließen mussten, wurde die Penzberger Einrichtung an der Nonnenwaldstraße im Oktober 2020 noch von ungefähr 40 bis 50 Jugendlichen am Tag besucht. Nun ist der Kontakt weitestgehend abgerissen und die Kontaktaufnahme für die Sozialarbeiter in der jetzigen Situation schwierig.

Infos zum Juze

Auskünfte zum Penzberger Juze: Peter Gruber, Alexander Michel und Heidi Kollmannsberger; Telefon 08856/813-490, www.penzberg.de..

Um diesen Kontakt wiederherzustellen und der Jugend ein Sprachrohr in der Pandemie zu geben, wurde von den Jugendzentren im Landkreis eine Kunstaktion ins Leben gerufen. Als Vorreiter stellt das Jugendzentrum Peiting seit 29. März Tape-Art Figuren im öffentlichen Raum auf. Tape-Art bedeutet übersetzt Klebebandkunst und beschreibt eine Kunstform, die unter dem Begriff Urban-Art (Kunst im öffentlichen Raum) einzuordnen ist. Mit dieser Tape-Art ist es möglich, mit unterschiedlichen Klebebändern in Form, Struktur und Farbe, Objekte zu bauen – in diesem Fall eben Figuren.

QR-Code für Umfrage

Auf der Kleidung der Figuren ist das Hashtag #undduso und ein QR-Code zu sehen, der beim Einscannen zu einer Umfrage führt. Hier können die Jugendlichen anonym Fragen beantworten und ausdrücken, was sich seit der Pandemie für sie verändert hat. Diese Kommentare sollen gesammelt und in einem anschließenden Projekt der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Auch am Skateplatz wird geworben.

Seit vergangenem Freitag (16. April) ist das Penzberger Jugendzentrum bei der landkreisweiten Aktion nachgezogen. Sozialpädagogin Kollmannsberger stellt aber keine Tape-Art Figuren auf, sondern Schaufensterpuppen, welche vom Kaufhaus Ried und dem Laden „Samt und Bsonders“ zur Verfügung gestellt wurden. Die erste Puppe wurde am Vormittag auf dem Stadtplatz aufgestellt. Von hier aus werden die Kunstfiguren an weiteren Orten wie am Gymnasium und am Skatepark an der Nonnenwaldstraße zu sehen sein. Ab dieser Woche soll eine Figur auch einen festen Platz bekommen. Wo die Puppen sich gerade befinden, kann auf Instagram mitverfolgt werden. Und wer keine bei sich in der Nähe findet, kann den Link für die Umfrage auch auf Instagram oder Facebook finden. Heidi Kollmannsberger appelliert an die Jugend: „Machts mit, meldets euch, wir vom Juze sind für euch da.“ Claudia Grell

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