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Penzberg: Kulturgemeinschaft bringt Vereine-Kalender für guten Zweck

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Von: Andreas Baar

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Spannendes Kalendermotiv: Die Bergwacht „rettet“ Penzbergs Pfarrer Bernhard Holz vom Turm der Christkönigskirche. © Lena Schabert

Penzberg - Die Kulturgemeinschaft Penzberg hat zum 20-Jährigen für 2023 einen Kalender „Für, mit und von Penzberger Vereinen“ aufgelegt. Der Erlös dient einem guten Zweck.

Im Jahr 2002 gründete sich die Kulturgemeinschaft Penzberg, angeschoben unter anderem von den beiden Kulturpreisträgern Ehrenfried Mock und Franz Wagner sowie von Nikolaus Lutz. Seitdem wurden mehr als 60 Projekte in der Stadt unterstützt, mit einer Gesamtsumme von über 200.000 Euro, wie der jetzige Vorsitzende Thomas Sendl stolz vorrechnet. Zum 20-Jährigen wurde ein besonderes Projekt realisiert: Der Verein hat einen Penzberger Kalender 2023 gestaltet.

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Ein Kalender für die Vereine und für einen guten Zweck: (vorn v.l.) Fördervereins-Vize Iris Ihßen mit Kulturgemeinschafts-Vorsitzendem Thomas Sendl und dessen Stellvertreterin Monika Uhl. © Andreas Baar

Mitte Oktober ausgeliefert

Die Idee: „Von und für Penzberger Verein“ sollte es ein, wie Sendl bei der Präsentation erklärte. Den Vorschlag dazu hatte zweite Vorsitzende Monika Uhl mit ihrem Team der letztjährigen Christkindl-Filme um Antonia Hoppe, Catrin Bocksberger, Lena Schabert und Stefan Fuchs ins Spiel gebracht. Der Gedanke fiel auf fruchtbaren Boden. Die Kulturgemeinschaft investiert laut Sendl rund 5000 Euro, die Stadt trägt die Druckkosten. 2000 bis 4000 Stück sind angedacht. Mitte Oktober werden die Kalender ausgeliefert. Es gibt sie in Geschäften und im Rathaus.

Hier gibt es den Kalender

Der Penzberger Vereine-Kalender ist ab Mitte Oktober erhältlich. Es gibt ihn zum Preis von 10 Euro bei: Trachtenstube Inge, Stadt, VHS, katholisches Pfarrbüro, Rid Modewelt, Purzmurzels Spielhaus, Café Bistro Extra, Kosmetik & Beauty Uhl, Hypo Vereinsbank, La femme, Jugendhaus Don Bosco und Oberland Versicherungsservice.

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Humor erlaubt: Die drei Penzberger Bürgermeister (v.l.) Hardi Lenk, Stefan Korpan und Markus Bocksberger posieren für den Kalender entspannt vor der Familienbad-Baustelle. © Lena Schabert

Bühne für Vereine

Es ist eine kreative eine Bühne für die Vereine. 15 der über 120 Vereine in der Stadt wurden fotografisch von Lena Schabert verewigt. Die Liste reicht von den Trachtlern über Feuerwehr, OK Penzberger Fasching, Oberlandler Volkstheater, Kaninchenzüchter, Jungritter, AWO, Stadt- und Bergknappenkapelle sowie Bergknappen bis zu den Sportlern. Die Bergwacht „rettet“ gar Pfarrer Bernhard Holz vom Turm der Christkönigskirche. Zu jedem Verein gibt es per QR-Code ein Kurzvideo. Der städtische Ehrenamtsförderer Thomas Kapfer-Arrington würdigt die „Plattform“ für die Vereine, die das „stabile soziale Gefüge und Rückgrat“ in Penzberg darstellen würden.

Erlös an Jugendhaus-Fördererverein

Doch es geht um mehr als nur eine Werbung für die Vereinsvielfalt. Der Erlös aus dem Kalenderverkauf (10 Euro pro Exemplar) geht an den Förderverein Jugendhaus Don Bosco. Ein junger Verein, der erst im März aus dem damaligen Trägerverein für die Einrichtung – die seit zum Jahresbeginn von den Salesianern Don Boscos übernommen wurde – entstand. Der Förderverein „steht vor großen Aufgaben“, begründet Kulturgemeinschaftschef Sendl die Wahl. Das man das Geld gut gebrauchen kann, macht Iris Ihßen, 2. Vorsitzende des Jugendhaus-Vereins, deutlich. Schließlich will man die Einrichtung weiter unterstützen: „Wir wollen uns der Verantwortung nicht entziehen. Die Kinder, die da drin sind, haben keine Lobby.“

Spenden an Förderverein

Infos zum Förderverein Jugendhaus Don Bosco: E-Mail an info@foederverein-jhdb.de, www.foerderverein-jhdb.de oder Telefon 0151/29119256 (Iris Ihßen). Es gibt einen monatlichen Stammtisch, zudem auch Nichtmitglieder herzlich eingeladen sind. Spenden sind möglich an HypoVereinsbank/Unicredit Bank AG; BIC HYVEDEMM644; IBAN DE47 7112 0078 0033.Verwendungszweck „Spende Jugendhaus Don Bosco“.

Erste Projekte gestemmt

Beim Förderverein ist man dankbar für die Wertschätzung. Geld können sie für ihre Arbeit gut gebrauchen. Im März hatte sich der Förderverein als Nachfolger des einstigen Trägervereins konstituiert. Zum 1. Januar hatten die Salesianer Don Boscos in München die Einrichtung als Träger übernommen. Nach einem halben Jahr meldet 2. Vorsitzende Iris Ihßen erste Erfolge. Nicht nur, dass die Mitgliederzahl von 30 auf circa 80 Mitglieder angewachsen sei. „Es engagieren sich jetzt auch Jüngere.“ Durch Spenden seien zudem die ersten beiden Projekte bezahlt worden, erzählt sie im Rundschau-Gespräch.

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Anschaffung des Fördervereins: Kassierin Sarah Rauchenberger, Vize-Vorsitzende Iris Ihßen und Vorsitzender Rainer Thalbauer testen die neue Schaukel. © Förderverein

Boulderwand soll angeschafft werden

Bis zu 4000 Euro hat der Verein bislang an Spenden gesammelt. Angeschafft wurden eine Schaukel für den Spielplatz (circa 400 Euro) sowie Elektrogeräte (1200 Euro). Doch es stehen noch große Investitionen an. Vor allem ein gebrauchtes Auto für Transporte und Personenbeförderung als Ersatz für den alten Wagen. Es gab schon eine Spende über 10.000 Euro, aber 3000 bis 4000 Euro seien noch nötig.
Und dann ist da der Umbau des alten Schwimmbads in ein Aktivzentrum. Die Arbeiten laufen, finanziert wird es mit der 33.00 Euro-Spende aus dem HAP-Notfalltopf vom Oktober 2021. Für Herbst in ein „Tag der offenen Tür“ geplant. Aber der Förderverein möchte noch eine Boulderwand besteuern. Der Verein freut sich über Spenden und Fachleute, die beim Aufbau helfen. Gern gesehen werden grundsätzlich auch Firmen, die einen „Ehrenamtstag“ im Haus machen möchten, so Ihßen.

Renovierungen dringend nötig

Denn es gibt noch genug zu tun. Die Finanzplanung des Fördervereins für das Jugendhau ist eh „schon sehr ambitioniert“, meint Ihßen: Mit 250.000 Euro wird in der ersten Zeit an Bedarf gerechnet, für die nächsten Jahre summiert es sich auf geschätzte 1,7 Millionen Euro. Doch es müsse dringend in der Einrichtung etwas gemacht werden. Die meisten Zwei-Bett- müssen zu ein-Bett-Zimmern umgebaut werden. Auch die Gruppenräume sind in die Jahre gekommen. „Es gehört alles erneuert“, seufzt Ihßen.
Das Jugendhaus mit seinen 45 Mitarbeitern betreut derzeit 40 Jugendliche. Drei Kindergruppen gibt, dazu eine Innengruppe für jugendliche Mädchen und eine Außengruppe an der Karlstraße. Eine bisherige Kindergruppe musste jedoch geschlossen werden – deren Räume gehören renoviert.

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