Klimaschutz im Sattel

Penzberg macht wieder beim „Stadtradeln“ mit – Anmeldung möglich

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Für das Zwei-Rad: In Penzberg kann sowohl auf der Straße, als auch auf kombinierten Rad-Fußwegen gefahren werden.
  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Penzberg – Für ein gutes Klima in die Pedale treten: Die Kommune ist von 19. Juni bis 9. Juli bei der bundesweiten Umweltaktion „Stadtradeln“ mit von der Partie.

Seit 2008 schwingen sich Lokalpolitiker und Bürger gemeinsam für mehr Klimaschutz und Radverkehr auf ihre Drahtesel. Die bundesweite Aktion „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses soll Lust auf mehr wecken – und gleichzeitig ganz praktisch durch die Verwendung alternativer Fortbewegungsmittel den sonst üblichen CO2-Ausstoss von Verbrennungsmotoren reduzieren.

Beim dem Wettbewerb „geht es um Spaß am Fahrradfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, heißt es von Carl-Christian Zimmermann aus der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz im Rathaus.

Probeweise für ein Jahr

Penzberg will auch für schnelle Radfahrer attraktiv werden: Ende 2020 hatte die Stadt für die Zweiradnutzer die Benutzungspflicht für Geh- und Radwege aufgehoben. Wer schnell radeln möchte, kann nun ganz ordnungsgemäß die Straße nutzen. Die Neuregelung gilt probeweise für ein Jahr. Die Auffahrten wurden mit neuen Piktogrammen markiert. Erwachsene Radfahrer und Kinder, die sich auf der Straße unsicher fühlen, dürfen weiter die kombinierten Wege benutzen. ab

CO2 vermeiden

Zimmermann hat Zahlen: Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstünden im Straßenverkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs werde von den innerörtlichen Fahrten produziert. „Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Mio. Tonnen CO2 vermeiden“, so Zimmermann.

Jeder Interessierte kann ein „Stadtradeln“-Team gründen oder diesem beitreten (siehe unterer Kasten). Während des Kampagnenzeitraums bietet die Stadt erneut allen Teilnehmern die Meldeplattform „RADar!“ an: Mit diesem Internettool haben Radfahrer die Möglichkeit, via Internet oder über die „Stadtradeln“-App die Verwaltung auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Anmeldung

Wer beim Penzberger „Stadtradeln“ vom 19. Juni bis 9. Juli mitmachen möchte: Anmelden können sich Interessierte auf folgender Webseite. Mitmachen können laut Stadt alle, die in Penzberg leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen.

Zeichen für den Klimaschutz

In der Rathausspitze wird um Teilnehmer geworben: Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) hofft auf eine rege Beteiligung – um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen, wie der Rathauschef in einer Mitteilung zitiert wird. Penzberg macht seit 2015 mit. 2019 wurde von 317 Teilnehmern das bisher beste Ergebnis erzielt: 66.333 Kilometer kamen zusammen, das ergaben umgerechnet neun Tonnen an CO2-Emissionen, die dadurch eingespart wurden. Im Corona-Jahr 2020 kamen bei der auf Oktober verschobenen Aktion 43.354 Kilometer zusammen. 278 Teilnehmern wurden im vergangenen Jahr gezählt.

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