Im Stadtgebiet

Penzberg: Müllhalde hinterm Glascontainer

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Penzberg - In Penzberg kommt es immer wieder zu illegalen Müllhalden an den EVA-Glascontainern. Einem Bürger reicht es jetzt.

Gerhard Morgenstern ist fassungslos. „Das finde ich eine Sauerei“, schimpft der Penzberger. Grund seiner Erregung: Die Altglascontainer an der Henlestraße, hinter dem Edeka-Markt – von Unbekannten wiederholt als illegale Müllhalde genutzt. Morgenstern, in der örtlichen Bund-Naturschschutz-Gruppe aktiv, zeigt ein selbstgeschossenes Foto. Staubsauger, Pappkartons, Kissen, eine Tasche – hier wurde gleich eine ganze Palette an Überschüssigem entsorgt. „Das gehört in den Wertstoffhof“, sagt Morgenstern und schüttelt den Kopf. „Selbst gibt man dort alles ab und andere schmeißen ihr Zeug einfach irgendwo hin.“ Der Altglascontainer-Standort ist einer von zehn Plätzen (plus Wertstoffhof), den die Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgung-Gesellschaft (EVA) in Penzberg unterhält. Bei der EVA sind solche illegalen Sperrmüllablagerungen an ihren Containerstandorten kein unbekanntes Thema. „Wir haben einige Problemstandorte im Landkreis“, sagt Abfallberaterin Claudia Knopp auf Rundschau-Nachfrage. Vor allem Plätze mit wenig Nachbarschaft und gut versteckt seien beliebt. Ärgerlich für die EVA: Sie muss den Dreck auf eigene Kosten einsammeln. Dies übernimmt ein Betrieb der Herzogsägmühle, der regelmäßig seine Touren fährt. Gibt es Hinweise auf einen Müllsünder leitet die EVA diese an das Landratsamt weiter. Wird der Verursacher ermittelt, drohen ihm Bußgelder. Wie lange es den Wertstoffhof in Penzberg aber noch geben wird, ist unklar. Die EVA möchte die Grüngutsammelstelle zwischen Sindelsdorf und Habach zu einer Annahmestelle für den gesamten Raum umbauen. Infos zum Wertstoffhof auf www.eva-abfallentsorgung.de.

Andreas Baar

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