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Penzberg: Nächster Schritt für „Urmel“-Preis - Kinderjury startet bald

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Von: Andreas Baar

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Hauptfigur: Diesen neuen „Penzberger Urmel“ gibt es seit 2019. © Andreas Baar

Penzberg – Die Suche nach dem nächsten Preisträger des „Penzberger Urmel“ nimmt Fahrt auf. Die Erwachsenenjury sitzt an der Vorauswahl der Kandidaten.

Für den Literaturpreis, den eine Kinderjury vergibt, werden besondere Geschichten für neun- bis 13-jährige Kinder gesucht, die mit außergewöhnlichen Illustrationen versehen sind. Die 13 Mitglieder der Erwachsenenjury lesen seit Ende Februar die etwa 40 von Verlagen eingesendeten Bücher. Die Jury traf sich nun zum dritten Mal. Sie besteht aus Lehrern verschiedener Schulen, Lesern mit Bezug zur Kinderliteratur sowie Mitarbeitern der Stadtbücherei. „Bei den bisherigen Treffen wurde intensiv diskutiert und bereits mehrere Bücher aussortiert, die den Kriterien nicht oder nicht ausreichend entsprechen“, berichtet die stellvertretende Büchereileiterin Ilka Heissig. Für 20. Juli ist das letzte Treffen angesetzt. Bis dahin müssen die Jurymitglieder kräftig lesen, um dann die Bücherliste auf zehn Titel zu reduzieren.

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Eifrig am Lesen: Die Erwachsenen-Jury trifft die Vorauswahl für den „Penzberger Urmel“ - die Kinder-Jury entscheidet dann aus zehn Werken. © Stadtbücherei

Kinderjury startet im Juli

Der Zeitplan ist bewusst gewählt: So können die Mitglieder der Kinderjury die Werke mit in die Sommerferien nehmen und lesen. Ihr erstes Treffen soll noch vor den Ferien stattfinden. Die Kinder wählen – begleitet vom Team der Stadtbücherei – bis zum Frühjahr 2023 das Siegerbuch des nächsten Urmel-Literaturpreises aus. Drei bis vier Treffen sind für die jungen Juroren angesetzt. Geplant sind, nach den Corona-Einschränkungen, wieder „Bücherfrühstücke“, wo in entspannter Runde über die preisverdächtigen Werke diskutiert werden kann, wie Sandy Schantz von der Bücherei der Rundschau verrät. Die offizielle Preisverleihung des Penzberger Urmel ist schließlich für Herbst 2023 vorgesehen.

Von Max Kruse initiiert

Der Penzberger Urmel ist ein Kinder- und Jugendliteraturpreis, der seit 2005 im zweijährigen Rhythmus von der Stadt Penzberg und der Sparkasse Oberland ausgelobt wird. Autor und Illustrator erhalten einen Wanderpokal und ein von der Sparkasse gestiftetes Preisgeld von insgesamt 2000 Euro. Angeregt hat diesen Preis der in Maxkron lebende bekannte Urmel-Erfinder und Kinderbuchautor Max Kruse (gestorben 2015).

Erster Preisträger 2005

Erster Preisträger in Penzberg war 2005 Kurt Bracharz für „Wie der Maulwurf beinahe in der Lotterie gewann“ gewesen. Der letzte Urmel-Preis ging im Jahr 2021 an Autor Davide Morosinotto und Illustrator Stefano Moro aus Italien für ihr Buch „Verloren in Eis und Schnee“. Das Werk ist ein historischer Roman für Kinder über die Erlebnisse eine jungen Zwillingspaares im Russland des Zweiten Weltkriegs.

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