Faschingsstart

Penzberg: Närrische Saison im Internet

Das Bild zeigt in der Mitte den Faschingszug und zu beiden Seiten Besucher.
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Früher war der Gaudiwurm ein Highlight in Penzberg.

Penzberg – Corona ist Schuld: In Penzberg fällt die Faschingssaison ins Wasser. Bälle und Gaudiwurm finden nicht statt. Dennoch denkt man beim OK an Alternativen.

Die Situation ist für das OK alles andere als leicht. Eigentlich wollten die Aktiven an diesem Mittwoch zum traditionellen Faschingsauftakt wie üblich öffentlich und fröhlich in die närrische Saison starten. „Wir haben gedacht, wir machen eine Kleinigkeit“, sagt Präsident Fey. Angedacht war eine Aktion auf dem Stadtplatz. Aber: „Alles ist abgesagt“, sagt Fey. Corona und die neuen, verschärften Regelungen sind schuld. „Es passt einfach nicht.“ Vergangene Woche saß die OK-Führung zusammen und beratschlagte. Vielleicht könne man ja für den mageischen 11.11. noch was online auf die Beine stellen, meinte Fey nach dem Treffen. Aber fix war nichts.

Garden trainieren weiter

„Es war ein Auf und Ab“, beschreibt OK-Chef Fey die Stimung unter den Maschkera. Zum Glück hatten die Aktiven zu Jahresbeginn den Fasching, kurz vor dem Corona-Ausbruch, durchziehen können. Dann kam das Virus. Die über das Jahr verteilten Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen des OK, wie eine Radl-Rallye oder die Ausstellung, mussten gestrichen werden. Trotzdem fingen die knapp 60 Tänzer der drei Garden mit dem Training an – ein bis zwei Mal die Woche, alles online mit den Trainern. Später, als es wieder erlaubt war, ging es ins Freie und in die Halle. „Das hat super geklappt“, lobt Fey das Engagement. Auch jetzt wieder stehen Online-Proben auf dem Programm. Man will flexibel sein, falls die Corona-Situation doch wieder eine Lockerung zulässt. „Das ist ein Wahnsinn“, schwärmt Fey ob der Begeisterung der Aktiven. „Der Faschingsgedanke lebt weiter.“

Idee für Online-Gardetreffen

Fey spricht davon, dass sie für die Saison diverse Online-Aktionen andenken. Zum Beispiel könnten Tänze gezeigt werden. „Es gibt die Idee für ein Gardetreffen.“ In abgespeckter Version, ohne Besucher. Auch an „eine Art Gunkl“ wird gedacht: Ein Faschingswochenende in Penzberg, im Internet zum Mitfeiern. Klar ist: Der beliebte Gaudiwurm am letzten Faschingssonntag 2022 fällt definitiv flach. Was schade ist, denn der närrische Lindwurm hatte sich nach einigen Durchhängern in der Vergangenheit erholt. „Er ist wiederbelebt“, sagt Fey. Tausende von Zuschauern an den Straßen und „weit über 20 Gruppen“ hatten in den letzten Jahren die Penzberger Innenstadt in eine fröhliche Bühne verwandelt.

Aktionen im Sommer?

Angesichts der nicht unterzukriegenden Faschingsbegeisterung geben sie beim OK trotz der widrigen Umstände nicht auf. Trübsal blasen gilt nicht, heißt die Devise. „Wir holen es nach“, sagt der Präsident voller Zuversicht. „Wenn es wieder erlaubt ist, denken wir das an.“ Die Idee: Den Fasching einfach im Sommer mit Veranstaltungen in die Stadt bringen. An einem wird in der jetzt begonnenen Faschingssaion trotz des Teil-Lockdowns dennoch festgehalten: Es wird wieder eine Faschingszeitung geben, kündigt OK-Chef Holger Fey an.

Andreas Baar

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