Beschluss im Stadtrat

Penzberg: Neue Parkplätze für Innenstadt

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Penzberg - Die Stadt Penzberg bekommt mehr Parkplätze in Innenstadtlage: Der ehemalige Schlachthof an der Karlstraße wird abgerissen – das Areal temporär für Stellflächen genutzt. Das beschloss der Stadtrat.

Ebenso wurde der Abriss des Jugendtreffs „Chillout“ abgesegnet. Eine Fraktion sagte jedoch „Nein“. In der Penzberger Verwaltung ist man von den eigenen Plänen für das Schlachthofgrundstück sehr angetan. Solange weiterhin nicht klar ist, für was das Areal Filetgrundstück wirklich genutzt werden soll (die Ideen reichen von Wohnbebauung über Kindergarten bis Tagespflege), biete sich eine temporäre Alternative an, war in der jüngsten Stadtratssitzung zu hören. Die Idee: Die Fläche für Parkplätze nutzen. 

Kein Kurzzeitparken

Allerdings nicht für Kurzzeitparken, wie Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann betont. „Damit sind wir in der Innenstadt gut bestückt.“ Sondern für Tagesnutzer. Holzmann („riesiger Parkdruck“) denkt an Mitarbeiter von innerstädtischen Betrieben sowie an Kunden, die sich länger im Zentrum aufhalten. Stadtbaumeister Justus Klement sprach sich grundsätzlich für den Abriss des Gebäudes aus: „Wir können nichts damit tun.“ 

Kritik von PM

Unterstützung kam von der CSU-Fraktion. Klar, diese hatte den Parkplatz bereits 2018 ins Spiel gebracht, wie Aleksandar Trifunovic genüsslich erläuterte. Regina Bartusch (SPD) nannte es „eine sehr gute Zwischenlösung“. Gar nichts davon hielt Martin Janner (PM): Er will erst eine Planung für „das Filetgrundstück“ haben. Janner: „Ein Interimsparkplatz ist keine adäquate Planung für dieses Gebiet.“ Zumal die Innenstadt gut versorgt sei und der ÖPNV weniger genutzt werde, wenn es Stellplätze in attraktiver Lage gebe.

Frühjahr 2021 Abriss

Am Ende votierte der Stadtrat mit großer Mehrheit für Abriss und Parkplatz-Nutzung. Die PM-Fraktion um Janner, Anette Völker-Rasor und Ute Frohwein-Sendl stimmte dagegen. Doch bis die Parkplätze, im Gespräch sind ein bis zwei Euro Tagesgebühr, in Betrieb gehen, dauert es. Im Rathaus peilt man Frühjahr 2021 aus, wie Stadtbaumeister Klement gegenüber der Rundschau sagt. Der Abriss des alten Schlachthofs,möglichst durch die gleiche firma wie beim „Chillout“, ist für Anfang kommenden Jahres angesetzt. Eines ist klar: Die Fläche soll „nicht unnötig versiegelt“ werden, so Klement. Und dem Spielplatz an der Gustavstraße dürfe der Parkplatz „nicht zu nahe kommen“. Für wie lange das Areal dann als Stellfläche genutzt wird, sei unklar. 

"Chillout" als erstes dran

Schneller geht es mit dem „Chillout“. Wie berichtet, muss das einstige Hausmeisteranwesen, dem Schwimmbad-Parkhaus weichen. Bereits Mitte November könnten die Bagger anrücken, erklärt Klement. Am 31. Oktober soll der neue Jugendtreff in der alten Molkerei an der Christianstraße fertig sein.

Andreas Baar

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