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Penzberg: Neuer Förderverein für Don Bosco-Jugendhaus hat viel vor

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Von: Sandra Gerbich

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Der neu gegründete Förderverein des Don Bosco Jugendhauses hat seinen Vorstand gewählt: (v.l.) Iris Ihßen (zweite Vorsitzende), Sarah Rauchenberger (Kassiererin), Rainer Thalbauer (Vorsitzender) und Tina Hartmann (Schriftführerin). Nicht auf dem Bild ist Alexandra Reiter (Beisitzerin). © Sandra Gerbich

Penzberg - Der Förderverein für das Don Bosco-Jugendhaus in Penzberg ist gegründet. Die Mitglieder haben viel vor: 250.000 Euro braucht es für Sanierungen.

Die Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos hatte zum Januar die Trägerschaft des Penzberger Jugendhauses in Steigenberg übernommen. Deshalb wurde eine Neuorganisation des bisherigen Trägervereins nötig. Ein Förderverein wurde gegründet, der künftig das Haus unterstützen will. Der neue Verein hat sich ein Ziel gesetzt: Bei der unerlässlichen Sanierung des Hauses weiterhin zu helfen, wo es nur geht. Bei seiner Gründungsversammlung herrschte Einstimmigkeit darüber, dass die in der ersten Etappe benötigten 250 000 Euro vor allem durch Spenden aufgebracht werden müssen.

Enorme Verantwortung

Auch die Umwandlung in einen Förderverein und die Übergabe der Trägerschaft an die Deutsche Provinz der Salesianer Don Boscos sei mit breiter Unterstützung der 45 Ehemaligen vollzogen worden: „Der bisherige Trägerverein bestand nur aus Ehrenamtlichen mit Rainer Thalbauer als zweitem Vorsitzenden“, erklärt Iris Ihßen. Für das heilpädagogische Heim, das Kinder und Jugendliche beherbergt, sei jedoch die enorme Verantwortung einfach nicht mehr zu tragen gewesen, so die jetzige zweite Vorsitzende des Vereins. „Abgesehen von den zunehmend erforderlichen Qualifikationen, die wir nicht erbringen konnten.“

Rainer Thalbauer führt Vorsitz

Mit großer Zustimmung hatten die 45 damaligen Mitglieder des Trägervereins den Betriebsübergang beschlossen. Das war im Oktober vergangenen Jahres. Klar war damals auch, dass alle 45 Personen in den neuen Förderverein übertreten würden. Mit der Gründung des Fördervereins rückt Rainer Thalbauer auf den ersten Platz im Vorstand auf. Sarah Rauchenberger übernimmt die Funktion der Kassiererin, während Tina Hartmann künftig als Schriftführerin fungiert. Vereins-Vize Ihßen ist sehr glücklich darüber, dass die Zahl der Mitglieder in der kurzen Zeit schon auf 62 angewachsen ist. „Wir können jeden Helfer gebrauchen.“ Auch Passive, die nur ihren Mitgliedsbeitrag zahlen, würden händeringend gebraucht, betonte Ihßen.

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Das Jugendhaus in Steigenberg wird seit Januar von den Salesianern Don Bosco betrieben. Die Einrichtung bedarf einer Renovierung. © Max Müller

42 junge Menschen werden betreut

Derzeit werden im Jugendhaus Don Bosco 42 junge Menschen im Alter zwischen zwei und etwa 18 Jahren betreut. Vor allem die Gruppenräume müssten renoviert, das Dach repariert und so manches Fenster oder einzelne Türen erneuert werden. „Zudem sollen aufgrund neuer Vorgaben aus den Zweibettzimmern Einzelzimmer werden“, erläutert Ihßen. Auch das Mobiliar sei veraltet. Die benötigten Investitionskosten von – in den ersten anderthalb Jahren – rund 250 000 Euro will der Förderverein durch Spendeneinnahmen stemmen: „Wir werden künftig alle Möglichkeiten nutzen, um Gelder zu generieren“, so Ihßen.

Spenden und Infos

Die Spendenkonten sowie weitere Information finden Unterstützer auf der Webseite https://jhdb.net/de/organisation/unser-haus. Wer Mitglied im Förderverein für das Don Bosco-Jugendhaus werden möchte, schreibt am besten eine Mail an Iris Ihßen (irisihssen@gmail.com).

Wieder Veranstaltungen

Künftig, nach Aufhebung der Corona-Beschränkungen, wolle man wieder an verschiedenen Veranstaltungen wie dem Christkindlmarkt oder Tollhub-Festival teilnehmen. „Auch wird eins unserer Mitglieder bis Ende März regelmäßig ein so genanntes Charity-Yoga anbieten“, verkündet das Vorstandsmitglied. „Das bedeutet, dass die Einnahmen der Yogastunde direkt in die Finanzierung des Don-Bosco-Jugendhauses fließen.“ Wie berichtet, läuft die Aktion über Alexandra Reiter im Penzberger Studio „Körperglück“.

1,5 Millionen Euro sind nötig

Bis zum Ende der Renovierungsarbeiten in etwa fünf bis acht Jahren würden insgesamt 1,5 Millionen Euro benötigt, blickt Ihßen in die Zukunft. „Das wird hart werden“, weiß die stellvertretende Vereinsvorsitzende. „Zumal wir als neu gegründeter Verein komplett bei Null anfangen.“ Ihßen stellt darüber hinaus klar, dass das Don Bosco Jugendhaus nicht über Kirchensteuern finanziert werde.

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