Aktion der Stadtbücherei

Penzberg rüstet sich fürs Stadtlesen

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Penzberg – Zum zweiten Mal nach 2018 steht Penzberg von 1. bis 4. Oktober das Stadtlesen bevor. Geplant sind Lesungen - und ein Schreibwettbewerb. Wird das Kulturevent aus Corona-Gründen gekippt, soll es trotzdem ein Programm geben.

Bei Katrin Fügener ist die Vorfreude zu spüren, gepaart allerdings mit einiger Unsicherheit bei der Leiterin der Penzberger Stadtbücherei. Das Stadtlesen steht ab 1. Oktober vor der Tür - doch in in Pandemiezeiten sind derartige öffentliche Veranstaltungen mit einem Fragezeichen versehen. Täglich wartet sie darauf, dass die Salzburger „Innovationswerkstatt“ um Sebastian Mettler grünes Licht gibt. 

2018 kamen 2500 Besucher

Rund 2500 Besucher waren 2018 bei der Premiere auf den Stadtplatz gezogen. Hatten gemütlich im Sitzsack gelesen oder den Lesungen gelauscht. Dass Penzberg wieder Veranstaltungsort wird, verdankt es der Online-Abstimmung im vorigen Herbst. 258 Kommunen, von Aachen bis Zwingenberg, hatten sich beworben - gerade mal 27 bekamen den Zuschlag. Für Fügener und ihr Team begann eine stressige Zeit. Die Veranstalter von der „Innovationswerkstatt“ kümmern sich um die Infrastruktur mit Sitzgelegenheiten, Bühne und Bücherschränken für die vier Tage. Auch der Auftritt von Schriftsteller Klaus Modick („Er war unser Wunschkandidat“, sagt Fügener) lief über die Salzburger. 

Eigene Programmpunkte

Den Rest aber stemmte die Bücherei. Organisatorisch war heuer mehr als üblich zu machen. Fügener: „Wir haben schon ein Hygienekonzept stehen.“ Dieses beinhaltet Absperrungen, Besucherregistrierung, Einweiser, Desinfektionen sowie die Mund/Nasen-Schutz-Regeln. Auch Geld wird in die Hand genommen. Rund 8500 Euro fließen an die Agentur, rechnet Fügener auf Rundschau-Nachfrage vor. Dazu kommen Kosten für die eigenen Zuschauerevents. Gut, dass es Sponsoren gibt. 

Auch ein Poetry Slam

Sollte das Stadtlesen nicht in der geplanten Form stattfinden, ist Fügener trotzdem zuversichtlich. Die eigenen Abendtermine finden statt, bekräftigt sie. „Das machen wir auf jeden Fall.“ Das wären der Poetry Slam und die Lesung von Thekla Kraußeneck. Beides würde auf dem Stadtplatz über die Bühne gehen. 

Erstmals Schreibwettbewerb

Eines gibt es „in jedem Fall“, kündigt die „Innovationswerkstatt“ an: Erstmals wird zum Schreibwettbewerb eingeladen. Das Thema lautet „Grenzen überwinden“. Bis 13. September können maximal dreiseitige Texte auf Deutsch an schreibwettbewerb@stadtlesen.com eingesendet werden. Dem Hauptgewinner winkt eine „universitäre Ausbildung zum Schriftsteller“, für die drei jeweiligen Städtesieger gibt es einen 100-Euro-Büchergutschein. 

Das Programm

Donnerstag, 1. Oktober, 18 Uhr, Eröffnung. 18.30 Uhr Lesung Klaus Modick „Keyserlings Geheimnis“- Freitag, 2. Oktober, 18.30 Uhr, Poetry Slam mit Reimrausch zum Thema „Demokratie“. Samstag, 3. Oktober, 10 Uhr „Penzberger lesen für Penz- berger“. 17 Uhr Lesung Thekla Kraußeneck „Cronos2“. Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr, Zauberer Zodiac. 16 Uhr Vorlesen für Kinder geplant.

Andreas Baar

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