Lockdown-Light

Penzberg: Stadt will Handel in Corona-Zeiten unterstützen - Gutscheine für Mitarbeiter

Auf dem Bild sieht man eine Person mit vielen Einkaufstaschen in der Hand.
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Die Stadt Penzberg will das Einkaufsverhalten ankurbeln.

Penzberg – Die Stadt Penzberg will aktiv ihren Teil beitragen, um Handel und Gewerbe im Lockdown-Light zu unterstützen. Dies kündigt Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) an.

Bereits vergangene Woche gab es ein Krisentreffen mit Gewerbetreibenden. In den kommenden Tagen stehen weitere Gespräche mit den Unternehmern in Korpans Terminkalender. „Wir werden Investitionen tätigen“, sagte der Rathauschef am Rande eines Pressegsprächs zu den Auswirkungen des Teil-Lockdowns auf die städtischen Betriebe. Korpan sprach von einem „vierstelligen Betrag“, den die Kommune einbringen will. Geld, dass man in den heimischen Geschäften ausgeben möchte, um Gutscheine für die städtischen Mitarbeiter zu erwerben. Die Idee hinter dem Ganzen: Das Budget für interne Weihnachtsfeiern der Abteilungen und auch die traditionelle fröhlich-besinnliche Veranstaltung des Stadtrats sollen lieber für eine Corona-bedingte Wirtschaftsförderung genutzt werden. Dazu werden derzeit in der Verwaltung entsprechende Listen erstellt, hieß es vom Bürgermeister.

To-Go-Angebote nutzen

Korpan appellierte zudem an die Öffentlichkeit, nun verstärkt die Essen-to-go-Angebote der örtlichen Gastronomie zu nutzen. Gerade ihm Hinblick auf Weihnachten, bittet der Rathauschef darum, beim Einkaufsverhalten zu schauen, „dass der Umsatz im Ort gehalten werden kann“. Geschenke und Besorgungen sollten nicht nur im Internet getätigt werden. Man müsse angesicht der erneuten Einschränkungen die heimische Wirtschaft unterstützen, so das Credo von Korpan. „Es beseht die Gefahr, dass den zweiten Lockdown einige Händler nicht überleben.“ Die Stadt wirbt angesichts des seit Montag geltenden Lockdown-Lights allerdings nicht explizit für ihre eigenen Citygutscheine. Denn deren Geldfluss kommt nicht sofort beim Handel an. Wie berichtet, sind fast 80.000 Euro aktuell bei der ersten Auflage im Umlauf und noch nicht eingelöst. „Jetzt geht es darum, schnelle Hilfe zu leisten“, betont Rathaussprecher Thomas Sendl die aktuelle städtische Zurückhaltung beim hauseigenen Produkt.

Stadt erlässt Mieten

Penzbergs Bürgermeister wünscht sich zudem, dass private Immobilienbesitzer angesichts der angespannten Einnahmesituation der Gewerbetreibenden ein Herz für ihre Geschäftsmieter haben. Sie sollten „gesprächsbereit sein“, sagte Korpan. „Wenn einer pleite ist“, sei am Ende keinem geholfen. Die Stadt selbst geht mit Beispiel voran: Seit Mai läuft ein Erlass bei kommunalen Liegenschaften. Unter anderem Vereine und Gastronomie zahlen, je nach Fall gestaffelt bis zu immerhin 50 Prozent, weniger Miete und Pacht, erklärte Rathaussprecher Sendl auf Rundschau-Nachfrage.

Andreas Baar

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